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Von Gebissen bis zu Geigen: Fundgegenstände 2019 in Wien

Schlüssel zählen zu den klassischen Fundstücken, die Geigen zählen eher zu "besonderen" Fundstücken.
Schlüssel zählen zu den klassischen Fundstücken, die Geigen zählen eher zu "besonderen" Fundstücken. ©pixabay.com (Sujet)
Im Jahr 2019 kam landeten 83.000 Fundstücke beim Fundservice der Stadt Wien in Wien-Margareten. Neben Klassikern gab es auch in diesem Jahr wieder einige "besondere" Stücke.

Ausweise, Taschen und Regenschirme - sie zählen zu den "Klassikern" der Fundstücke. Doch immer wieder schaffen es auch ganz "besondere" Stücke ins Fundservice der Stadt Wien in der Siebenbrunnenfeldgasse in Wien-Margareten. So waren im Vorjahr bei den 83.000 Funden auch drei Gebisse und sieben Geigen dabei.

83.000 Funde: So wird vorgegangen

Die Mitarbeiter des Fundservice versuchen dann, die rechtmäßigen Besitzer zu finden. Davor müssen jedoch alle Funde - außer Schirme und andere Kleinigkeiten - elektronisch erfasst und gelagert werden. Wenn der Besitzer nicht ausgeforscht werden kann, oder der Gegenstand nicht abgeholt wird, bleibt der Gegenstand ein Jahr lang im Fundservice. Dann geht er in das Eigentum der Stadt über. Im 48er-Tandler werden intakte Waren verkauft oder auch an karitative Einrichtungen weitergegeben.

"2014 haben wir das Zentrale Fundwesen der Stadt auf völlig neue Beine gestellt und das Serviceangebot laufend ausgebaut. 2018 haben wir auch das Fundwesen der Wiener Linien integriert. Damit gestaltet sich die Suche nach verlorenen Dingen in unserer Stadt viel einfacher. Egal, wo man etwas verliert, ob in den Öffis oder auf der Straße: es gibt eine zentrale Anlaufstelle, an die man sich wenden kann und wo man Geldbörse, Rucksack & co. hoffentlich rasch wieder zurückbekommt", so Umweltstadträtin Ulli Sima.

2019: Unter anderem 15.000 Kleinfunde in Wien

Im vergangenen Jahr sind 20.900 Ausweise bzw. Dokumente, 12.600 Geldbörsen, 9.000 Schlüssel bzw. Schlüsselbünde und rund 8.300 Koffer, Taschen und Sackerl beim Fundservice eingegangen. Außerdem sind auch rund 15.000 Kleinfunde wie Hauben, Schals, Handschuhe, Regenschuhe und ähnliches beim Fundservice gelandet.

In Wien können Fundstücke in den 100 Fundboxen eingeworfen werden. Diese Metallcontainer können in der Nähe der Magistratischen Bezirksämter, beim Wiener Rathaus, bei allen Wiener Mistplätzen und im Nahbereich vieler Polizeidienststellen vorgefunden werden. Mit Ausnahme jener auf den Mistplätzen, sind die Fundboxen rund um die Uhr zugänglich. Die Fundboxen sowie persönliche Abgabestellen sind außerdem im Online-Stadtplan der Stadt Wien bzw. der 48er App abrufbar.

Gegenstand verloren: Tipps, bevor man etwas verliert

Trotz intensiver Recherche können zahlreiche Fundstücke nicht mehr zugeordnet werden. Einerseits gibt es Besitzer, die trotz Verständigung die Fundstücke nicht abholen. Andererseits fehlen oft die Hinweise auf die jeweiligen Besitzer. Hier gibt es Tipps, verlorene Gegenstände wiederzufinden:

  • Schlüssel: Die Originalnummern von Schlüsseln sollte aufgeschrieben werden. Die Nummer wird im Falle eines Fundes elektronisch erfasst, der Schlüssel kann bei Nachfrage eindeutig dem jeweiligen Besitzer zugeordnet werden. Achtung: Nachgemachte Schlüssel verfügen nicht über diese Nummer. Sollte die Nummer nicht bekannt sein, so ist es zielführend beim Fundservice mit einem Ersatzschlüssel vorbeizuschauen. Markante Schlüsselanhänger helfen zusätzlich bei der Suche.
  • Handys: Handys sind mit einer sogenannten IMEI-Nummer gekennzeichnet. Auch die SIM-Karte verfügt über eine Seriennummer. Diese Nummern werden im Fundservice erfasst, bei Bekanntgabe kann das Handy leicht aufgefunden werden.
  • Fahrräder: Bei Fahrräder ist es ratsam, die Fahrgestellnummer aufzuschreiben - sofern vorhanden - bzw. falls möglich eine eindeutige Markierung anzubringen und ein Foto zu machen.
  • Kindersachen: Oft werden Turnsackerln, Kinderkleidung oder Schultaschen verloren und abgegeben. Hier sollte man den Namen eines Elternteils auf der Innenseite - leicht auffindbar - anbringen.
  • Geldbeträge: Immer wieder werden von ehrlichen Findern auch Geldbeträge abgegeben, welche beim Bankomaten bei der Abhebung vergessen wurden. Für die Ausfolgung ist es wichtig, den Kontoauszug (Hinweis auf Datum, Uhrzeit, Betrag, Standort des Bankomaten) mitzunehmen, bzw. bei der Fund-Service-Hotline anzugeben.

Generell gilt: Je eindeutiger die Gegenstände gekennzeichnet bzw. wie sie beschrieben werden können, umso leichter ist es, sie wieder zu befinden. Selbst Brillen oder Reisekoffer/Taschen sollten daher immer beschriftet werden.

(Red)

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