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Volksschule: Ergebnisse der TIMSS-Studie kommen

Am Dienstag werden die Ergebnisse präsentiert.
Am Dienstag werden die Ergebnisse präsentiert. ©APA/HARALD SCHNEIDER
Die Adventzeit bringt traditionell auch die Ergebnisse internationaler Bildungsstudien.

Am Dienstag steht erstmals nach acht Jahren wieder die Präsentation der Österreich-Resultate der Trends in International Mathematics and Science Study (TIMSS) auf dem Programm. Dafür mussten hierzulande rund 7.000 Kinder der vierten Klasse Volksschule ihre Mathe- und Naturwissenschaftskenntnisse unter Beweis stellen. Insgesamt nahmen mehr als 60 Länder teil.

Zwei verschiedene Studien zum Ende der Volksschulzeit

Zur Einordnung: Während die PISA-Studie 15-Jährige am Ende ihrer Pflichtschulzeit in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften testet, gibt es mit PIRLS (Lesen) und TIMSS (Mathe, Naturwissenschaften) für die Kinder am Ende ihrer Volksschulzeit zwei verschiedene Studien. Anders als PISA werden diese nicht von der OECD organisiert, sondern von der internationalen Forschungsgemeinschaft IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement). Die Ergebnisse werden aber auf einer ähnlichen Skala dargestellt.

Insgesamt wird TIMSS zum siebenten Mal durchgeführt. Österreich ist dabei ein eher unregelmäßiger sowie nur eingeschränkter Teilnehmer und macht erst zum vierten Mal mit. 2015 etwa fiel die Teilnahme einem von Ex-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) verhängten Teststopp wegen eines angeblichen Datenlecks zum Opfer. Auch heuer ist Österreich nur mit der vierten Schulstufe dabei, auf eine Teilnahme mit der (ebenfalls angebotenen) achten Schulstufe hat man verzichtet.

Letzter Antritt 2011: Gut abgeschnitten

Beim bisher letzten Antreten 2011 landeten die österreichischen Schüler in den Naturwissenschaften deutlich über dem Gesamt- sowie EU-Schnitt, in der Mathematik dagegen zwar über dem Gesamt-, aber unter dem EU-Schnitt. Die Nase vorne hatten durchwegs asiatische Länder, einzig Finnland und Russland konnten in beiden Disziplinen einigermaßen mithalten.

In Österreich fand die Erhebung an knapp 260 Schulen statt. Rund 5.000 Kinder absolvierten den Test am Computer, 2.000 arbeiteten klassisch auf Papier. So sollte auch erhoben werden, ob die Schüler bei einer computerbasierten Durchführung gleich gut abschneiden wie bei einer papierbasierten.

Den Test selbst wurde in zwei Teilen zu je 36 Minuten (mit einer Pause dazwischen) abgehalten. Die Abwicklung an den Schulen übernahmen nicht die Lehrer, sondern externe Testleiter. Ergänzend zu den Testaufgaben wurden Schülern, Eltern, Direktoren und Lehrern Fragebögen vorgelegt, um etwa demografische Daten, Einstellungen zu Mathematik und Basisdaten zur Schule zu erheben.

Daten einzelner Schüler bzw. Schulen wurden nicht ausgewertet, die Ergebnisse hatten auch keinen Einfluss auf die Noten.

(APA/Red)

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