Volksbefragung: Am Samstagabend beginnt das große Zählen

Am Samstag, um 18 Uhr, schließen die 1.783 Wahlsprengel. Dann wird gezählt.

Die laufende Wiener Volksbefragung bedeutet für die Wahlbehörden der Bundeshauptstadt Großkampfzeit. So beginnt am Samstag, den 13. Februar, um 18.00 Uhr ein dreistufiges Zählverfahren, an dessen Ende am 24. Februar das offizielle Endergebnis stehen wird, so Christine Bachofner, Chefin der für Wahlen zuständigen Magistratsabteilung 62, im APA-Gespräch.

Derzeit gesammelt werden die Stimmzettel der Wiener entweder postalisch oder in den 112 Annahmestellen, die über das Stadtgebiet verteilt sind. Über Nacht werden deren Urnen aus den Annahmecontainern in die Bezirksämter gebracht, “damit ja nichts verloren geht”, so Bachofner. Schließlich seien die Ämter einbruchssicherer.

Punkt Samstag, 18.00 Uhr, schließen die Annahmestellen dann, und die drei Magistratsmitarbeiter, welche bereits die drei Tage zuvor im Container zugebracht hatten, beginnen mit der Auszählung der abgegebenen Kuverts. In Summe machen sich hier also 336 Personen ans Werk – deutlich weniger als bei einer Wahl, wenn in jedem der 1.783 Wahlsprengel fünf Personen zum Einsatz kommen.

Die Stimmzettel werden dabei nicht als Gesamtheit, sondern nach den einzelnen Themen ausgewertet: “Es wird pro Frage gezählt”, erläuterte Bachofner. Auch werden die abgegebenen Stimmen nicht dem “Heimatbezirk” des jeweiligen Wählers zugerechnet, sollte etwa ein Simmeringer im Bezirk Margareten seine Stimme abgeben. Ausgewertet wird das Ergebnis der jeweiligen Annahmestelle – ungeachtet aus welchem Bezirk die Wähler kamen.

Gegen 20.00 Uhr kommen die einzelnen Bezirkswahlbehörden zusammen, um die Ergebnisse der jeweiligen Annahmestellen in ihrem Bezirk zu addieren. Das wienweite Gesamtergebnis könnte dann bereits ab 21.00 Uhr vorliegen – genauer gesagt das “Ergebnis der Bezirkswahlbehörde nach Ende des Befragungszeitraumes ohne Briefstimmkarten”. Denn schließlich haben die Wiener auch die Gelegenheit, ihre Stimme via Briefwahl abzugeben, wobei die Portokosten von der Stadt getragen werden. Die Folge: “Der Briefwahlanteil ist der weitaus höhere”, so Bachofner.

Diese Stimmen werden ab Montag 12.00 Uhr ausgezählt, was bis zum Abend abgeschlossen sein sollte. “Wir tun unser Bestes”, unterstrich die MA-62-Chefin. Allerdings können Briefstimmkarten noch bis zum Sonntag, den 21. Februar, um 14.00 Uhr bei der zuständigen Wahlbehörde einlangen. Deshalb beginnt um 14.00 Uhr die dritte und letzte Zählung der Bezirkswahlbehörden, wenn diejenigen Briefstimmkarten begutachtet werden, die erst nach der ersten Briefstimmenzählung eingelangt sind. Dies ergibt schließlich das endgültige Endergebnis der siebenten Wiener Volksbefragung, das offiziell bei der Sitzung der Stadtwahlbehörde am 24. Februar beschlossen wird.

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