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Vogelgrippevirus bei Katzen gefunden

Symbolfoto &copy Bilderbox
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Bei einigen steirischen Katzen wurde das Vogelgrippevirus H5N1 gefunden. Dies hat ein Labor in Mödling am Montag bestättigt. Wie es zur Infektion kam, ist nach wie vor unklar. Noch sind die Tiere am Leben. Angst um Ihren Stubentiger?

Das H5N1-Virus ist in der Steiermark auch bei Katzen nachgewiesen worden. : Wie der steirische Agrarlandesrat Hans Seitinger (V) am Montagnachmittag in einer Pressekonferenz sagte, seien drei Katzen im Labor der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Mödling positiv befundet worden.

Die Tiere stammen aus der Grazer „Arche Noah”, wo der Federviehbestand Mitte Februar nach einem H5N1-Fall getötet worden war. Wie es weiter hieß, werden die infizierten Katzen gemeinsam mit dem gesamten Katzenbestand von etwa 40 Tieren noch am Montag nach Wien transportiert, wo sie in an der Veterinärmedizinische Universität unter besonderen Sicherheitsbedingungen untergebracht und beobachtet werden. Das Tierheim wurde bis auf weiteres gesperrt.

Nach dem Tod eines aus der Mur geborgenen Schwans hatte es im Tierheim am 17. Februar Vogelgrippe-Alarm gegeben: Der gesamte Bestand an Federvieh wurde eingeschläfert. Wie die Untersuchungen zeigen sollten, trugen 14 Tiere – Schwäne, Enten, Hühner und eine Gans – das Virus in sich. “Sicherheitshalber” wurden auch bei Katzen stichprobenartig Schleimhautabstriche genommen. Landesveterinärdirektor Peter Wagner hatte zu diesem Zeitpunkt noch darauf hingewiesen, dass es zu Infektionen von Katzen bisher nur unter Laborbedingungen gekommen sei.

Der Sperrbescheid über die „Arche” ist inzwischen seit über einer Woche aufgehoben, für Katzen blieb er aber aufrecht, da diese Kontakt zum Geflügel gehabt hatten. Außerdem wollte man die an die Ergebnisse der an die AGES gesandten Rachentupferproben abwarten. Dass man von den positiven Befunden nun doch überrascht wurde, darauf deutet auch der letzte Bericht des Gesundheitsministeriums von vergangenem Freitag hin, in dem es hieß: „Insgesamt wurden aus dem Tierheim Arche Noah 34 Kontakttiere untersucht. Es wurden keine weiteren Infektionen bei den Kontakttieren festgestellt”.

 

Durch Katzen kein erhöhtes Risiko für Menschen
Das European Centre for desease Control (ECDC), das europäische Zentrum für Seuchenbekämpfung, weist darauf hin, dass kein erhöhtes Risiko für Menschen bestehe, an Vogelgrippe zu erkranken. Als Vorsichtsmaßnahme wird grundsätzlich empfohlen, Hauskatzen innerhalb einer Zehn-Kilometer-Zone um einen Fundort infizierter Wildvögel nicht ins Freie zu lassen. Menschen, so die Fachleute, sind durch erkrankte Katzen praktisch nicht gefährdet. Bei Anzeichen von schweren Erkrankungen bei Katzen, die in Überwachungszonen frei herum gelaufen waren, sollte jedoch sicherheitshalber ein Tierarzt aufgesucht werden.

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