Vogelgrippe: Verdachtsfälle in Irak

Nach dem Vogelgrippetod einer 15-Jährigen im Irak werden zwei weitere Verdachtsfälle untersucht. Der Onkel des Mädchens starb, ebenso wie eine 54-jährige Frau.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starb auch der 39 Jahre alte Onkel des Mädchens, der die 15-Jährige gepflegt hatte, an einem schweren Atemwegleiden. Eine 54 Jahre alte Frau aus der Umgebung sei ebenfalls mit schweren Atemwegproblemen bereits am 18. Januar ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es am Mittwoch.

Proben wurden an das WHO-Referenzlabor in Großbritannien geschickt, dort wird auf das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 getestet. Laut WHO ist der Irak das siebente Land, das H5N1-Infektionen bei Menschen registriert. Der erste Fall wurde im Dezember 2003 aus Vietnam gemeldet. Ein internationales Team mit UN-Experten soll nun die irakischen Behörden unterstützen und gegebenenfalls an Planungen für den Ernstfall mitwirken.

Das Mädchen aus dem nordirakischen Ort Rania nahe der türkischen Grenze war am 17. Januar gestorben, ihr Onkel zehn Tage später. Zwar sei jüngst in der Umgebung Federvieh verendet, allerdings wurde bislang laut Behörden bei Tieren im gesamten Irak noch keine Vogelgrippe festgestellt. Proben seien jedoch an ein externes Labor geschickt worden.

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