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Vizeregierungschef bangt um Posten

Der stellvertretende polnische Ministerpräsident Andrzej Lepper muss nach Sex-Vorwürfen einer ehemaligen Mitarbeiterin um seinen Posten fürchten.

„Wenn die Staatsanwaltschaft meint, dass es eine Grundlage für ein Verfahren gibt, ist die Sache klar“, sagte Regierungschef Jaroslaw Kaczynski am Dienstag im polnischen Rundfunk. „Ich sehe keinerlei Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Personen, die solche Taten begangen haben.“

Polnische Medien hatten am Montag berichtet, eine Angestellte der von Lepper geleiteten radikalen Bauernpartei Samoobrona habe ihren Arbeitsplatz als Büroleiterin im Austausch für sexuelle Gefälligkeiten erhalten. Sie habe nicht nur mit ihrem Arbeitgeber, dem Abgeordneten Stanislaw Lyzwinski, sexuell verkehren müssen, sondern auch mit Lepper selbst, der damals noch Abgeordneter war. Am Dienstag berichtete die liberale Zeitung „Gazeta Wyborcza“, die allein erziehende Mutter habe Lyzwinski am Montag als Vater ihrer heute dreijährigen Tochter bezeichnet. Der Posten sei eine Form der Alimente gewesen, hieß es in dem Bericht.

Lepper selbst bestreitet die Vorwürfe. „Die Dame ist über 30 und macht eine Affäre, als hätten wir die Nacht mit einem zwölf oder 13 Jahre alten Mädchen verbracht“, sagte er. Er habe Kaczynski versichert, dass er keinerlei sexuelle Beziehung zu der Frau hatte.

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