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Vizekanzler Strache enthüllte "Trümmerfrauen"-Denkmal in Wien

Vizekanzler Strache war bei der Enthüllung des Trümmerfrau-Denkmals Gastredner.
Vizekanzler Strache war bei der Enthüllung des Trümmerfrau-Denkmals Gastredner. ©APA/HANS PUNZ
Auf Initiative des FPÖ-nahen Cajetan-Felder-Instituts wurde am Montag in Wien ein Denkmal für sogenannte "Trümmerfrauen" enthüllt. Die Stadt Wien stellte sich gegen die Enthüllung

Bei der Enthüllung des “Trümmerfrauen”-Denkmals bei der Wiener Mölker Bastei war fast die gesamte FPÖ-Regierungsmannschaft anwesend. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache äußerte noch einmal seine Freude, dass es nun “endlich diese besondere Würdigung” gibt.

Außer der im Ausland weilenden Außenministerin Karin Kneissl nahmen alle blauen Regierungsmitglieder an der Zeremonie teil. Auch die Dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller (FPÖ) sowie die FPÖ-Klubobmänner Johann Gudenus und Walter Rosenkranz waren vor Ort. Nach einleitenden Worten des Präsidenten des Cajetan-Felder-Instituts, Walter Prinz, sowie des Bildhauers Magnus Angermeier enthüllte Strache gemeinsam mit einer anwesenden “Trümmerfrau” die Bronzestatue.

Stadt Wien sprach sich gegen Denkmal aus

Im Büro der Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler hieß es, die Stadt habe sich gegen die Errichtung eines solchen Denkmals ausgesprochen “und wird das Denkmal auch nicht in Obhut nehmen”, wie eine Sprecherin betonte. Denn das Bild und der Mythos der Trümmerfrauen habe sich “in den letzten Jahren ja geändert”. Der Stadt gehe es um einen “historisch korrekten Blick”.

Denn wissenschaftliche Untersuchungen hätten gezeigt, dass vielfach ehemalige Nationalsozialistinnen zum Wiederaufbau zwangsverpflichtet wurden – “und ihnen würde man ein Denkmal setzen”, so die Sprecherin. Man wolle seitens der Stadt nicht zu einem undifferenzierten historischen Blick beitragen. Das Denkmal werde einen Schatten auf das Schicksal jener Frauen, die das NS-Regime nicht überlebt haben, werfen, hieß es aus dem Büro der Stadträtin.

Strache widerspricht der Kulturstadträtin

Gefragt nach gleichlautenden Bedenken von Historikern, sagte Strache: “Ich kann das nur schwer nachvollziehen.” Er verwies u.a. auf die ehemalige DDR, auch dort seien die Leistungen der “Trümmerfrauen” gewürdigt worden. Die betroffenen Frauen seien natürlich immer Opfer von Kriegen gewesen und in der Regel nicht an den Taten des NS-Regimes beteiligt gewesen – mit Ausnahme der einen oder anderen NSDAP-Mitgliedschaft, wie Strache sagte. “Die Masse aber waren Opfer.”

Der FPÖ-Chef hob die Leistung der Trümmerfrauen hervor, diese hätten zu Tausenden in ganz Österreich, “buchstäblich mit bloßen Händen” Trümmer und Schutt beseitigt und das “unter unvorstellbaren Bedingungen”. Daher sei es eine “große Freude” das Denkmal zu enthüllen. “Wir werden ein würdiges Denkmal setzen”, so Strache.

(APA/red)

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