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Vive la France - Trailer und Kritik zum Film

Als PR-Aktion für ihr weitgehend unbekanntes Land werden in der Culture-Clash-Komödie "Vive la France" zwei naive Ziegenhirten damit beauftragt, den Eiffelturm in die Luft zu sprengen. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Die sympathischen Landeier lernen in einer pannenreichen Odyssee die Tücken, aber auch die Freuden des fremden Landes kennen, wobei Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Michael Youn auf überzeichnete Stereotypen seines Heimatlandes Frankreich setzt. Ob der schräge Film in Österreich an Komödienerfolge wie “Willkommen bei den Sch’tis” anknüpfen kann, wird sich nach dem Kinostart am 31. Oktober zeigen. In Frankreich hielt sich der Erfolg jedenfalls in Grenzen.

Vive la France: Die Geschichte

Um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich zu lenken, greift der Diktator des fiktiven zentralasiatischen Kleinstaates Taboulistan zu drastischen Maßnahmen und schickt die im Crashkurs zu Terroristen ausgebildeten Dorfbewohner Muzafar (José Garcia) und Feruz (Michael Youn) zwecks Sprengung des Eiffelturms nach Frankreich. Eine unfreiwillige Landung in Korsika ist der Auftakt einer chaotischen Irrfahrt mit dem Ziel Paris, in deren Verlauf die beiden Pechvögel auf korsische Terroristen, gewalttätige Demonstranten und Polizeibeamten mit eigenartigen Fetischen treffen. Quelle des Humors ist hauptsächlich, wie in Sascha Cohens “Borat”, die Konfrontation vermeintlicher Traditionen mit der westlichen Lebenswirklichkeit, in der es etwa zum großen Erstaunen der zwei Hauptfiguren nicht erlaubt ist, Frauen zu schlagen.

Passenderweise ist es eine emanzipierte Frau, die engagierte Journalistin Marianne (Isabelle Funaro), die den Terroristen in spe hilft: Sie kutschiert sie durch Frankreich und macht sie mit den kulinarischen, alkoholischen und erotischen Genüssen des Landes bekannt. Die schöne, lebenslustige Marianne entspricht den stereotypen Vorstellung vom Land und seiner Frauen, was in Kombination mit den an touristische Werbefilme erinnernde Landschaftsaufnahmen eine amüsante Persiflage der Frankreichklischees ergibt. Auf die beiden sowieso nur mäßig von ihrer Mission überzeugten Terroristen übt “la France” jedenfalls einen Zauber aus, der auf ein gutes Ende für den Eiffelturm hoffen lässt.

Vive la France: Die Kritik

Die weitgehend erwartbare Handlung zählt nicht zu den Stärken der recht konventionellen Komödie, wird aber durch die sympathischen, gut gespielten Pechvögel ausgeglichen. Im flotten, episodenhaften Plot bleibt zwar nicht viel Platz für detailreiche Charakterzeichnungen, doch die Komik beruht ohnehin nicht auf zwischenmenschlichen Nuancen. Stattdessen setzt Youn auf Prügelszenen, Slapstick, Kulturschock oder einfach groteske Situationen, etwa wenn Muzafar und Feruz in Plüschkostümen homoerotische Posen einnehmen müssen. Da passt es, dass sich die beiden Terroristen in spe statt der üblichen paradiesischen Jungfrauen erfahrene Frauen und Eistee als Belohnung für ihr Selbstmordattentat erbitten. Im Zweifelsfall ist aber der Holzhammer wohl doch die sympathischere Waffe als die Dynamit-Stange.

(APA)

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