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Villepin beteuert in Prozess erneut seine Unschuld

Im Prozess um die Rufmord-Kampagne gegen den heutigen französischen Präsidenten Sarkozy hat der angeklagte Ex-Regierungschef Villepin erneut jede Schuld von sich gewiesen. Villepin sagte am Mittwoch vor Gericht in Paris, er hätte es sich gar nicht erlauben können, sich in die sogenannte Clearstream-Affäre zu verstricken.

Die Teilnahme an einer derartigen Verleumdungskampagne hätte den “politischen Tod” bedeutet. “Es wäre, als hätte man nicht den Sinn für das eigene Überleben und die Ehre”, sagte der frühere Premierminister.

Villepin wies erneut die Aussage des Geheimdienstgenerals Philippe Rondot zurück, wonach dieser Villepin im Jänner 2004 darüber informiert haben will, dass Sarkozys Name auf Kontenlisten mit angeblichen Schwarzgeld-Empfängern aufgetaucht sei. Bei jenem Treffen am 9. Jänner 2004 sei Sarkozys Name “zu keinem Zeitpunkt” gefallen, sagte der frühere Regierungschef.

Villepin drohen in dem Prozess fünf Jahre Haft. In der sogenannten Clearstream-Affäre hatte der ehemalige EADS-Vize-Präsident Jean-Louis Gergorin ab Mai 2004 Listen zu angeblichen Schwarzgeldkonten von Sarkozy, weiteren Politikern und Industriemanagern anonym an die Justiz weitergegeben. Sarkozy sah darin eine Intrige, um ihn auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur zu stoppen und hatte schnell seinen Dauerrivalen Villepin in Verdacht. In dem Prozess tritt der Präsident jetzt als Nebenkläger auf.

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