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Vikings verlieren Derby und Luke Atwood!

Nach der 28:35-Niederlage beim Lokalrivalen Danube Dragons stehen die Wikinger mit dem Rücken zur Wand. Bilder I  | Bilder II 

Für die erfolgsverwöhnten Raiffeisen Vikings wird die Saison 2008 zur Nervenprobe. Neben einem für violette Maßstäbe völlig ungewohnten vorletzten AFL-Tabellenrang schwächen Verletzungen wichtiger Spieler den Kader. Waren vor dem Spiel Clinton Graham, Roman Floredo, Johannes Wimmer und Stephone Robinson nicht einsatzfähig, erwischte es im letzten Viertel gegen die Dragons auch Luke Atwood: Der Star-Quarterback verletzte sich bei einem Zusammenprall im letzten Viertel und wurde mit Verdacht auf Schienbeinbruch ins Krankenhaus Korneuburg eingeliefert! Damit ist die Saison für den US-Amerikaner wohl vorbei.

Bis zum Zeitpunkt von Atwoods Verletzung schien die Vikings-Welt noch halbwegs in Ordnung zu sein. Der regierende AFL-Champion lag mit 21:20 voran und hatte die Partie im Rattenfängerstadion nach anfänglichen Schwierigkeiten unter Kontrolle.

Die Dragons waren hochmotiviert ins Spiel gegangen und erzielten durch Michael Janik nach Pass von Quarterback Tom Marsan den ersten Touchdown des Abends. Noch im ersten Viertel brachte Pasha Asiladab die Vikings mit 7:6 in Führung.

Die Gastgeber setzten nun vermehrt auf Laufspiele, die Vikings-Defense zeigte sich verwundbar und Dragons-Fullback Kurt Lojka pflückte ein Zuspiel von Marsan zum 12:7 in der Endzone herunter. Der anschließende Versuch einer Conversion scheiterte an aufmerksamen Wikingern. Postwendend gingen die Wiener durch einen Lauf von Florian Hiess wieder in Führung. Nach einem mutigen Hechtsprung landete Quarterback Marsan selbst einen Touchdown für die Hausherren. Wiederum versuchten es die Dragons mit einer Two-Point-Conversion – diesmal erfolgreich: Receiver Brandon McDowell fing Marsans Pass zum 20:14-Pausenstand.

Nach dem Wechsel schienen die Vikings ins Spiel zu finden. Ein punktgenauer Pass von Atwood und ein sensationeller Catch von Allrounder Mike Salerno brachten die Gäste wieder in Front (20:21). Die Dragons zeigten Nerven und einen Ballverlust durch einen Fumble, bevor das dramatische letzte Viertel begann:

Luke Atwood wurde bei einem Laufspiel hart getackelt und musste verletzt aus dem Spiel. Philipp Jobstmann übernahm die Rolle des Quarterbacks bei den Wikingern. Der Drive kann von
den Vikings noch erfolgreich durch einen Touchdown von Florian Hiess beendet werden (20:28).

Ab diesem Zeitpunkt spielten allerdings nur noch die Dragons. Brandon McDowell gelang nach weitem Zuspiel nicht nur der Touchdown, sondern auch die Conversion zum umjubelten 28:28-Ausgleich.

35 Sekunden vor Spielende konnte abermals McDowell von der der Vikings-Defense etwa 30 Zentimeter vor der Endzone gestoppt werden. Die Referees entschieden jedoch auf Touchdown und damit das Spiel zum 35:28 für die Dragons.

Die Dragons feierten damit den ersten Sieg seit 11 Jahren gegen den Lokalrivalen und stehen nach drei Spielen in der Tabelle vor den Vikings. Während die Grünweißen feierten, machte man sich bei den Violetten bereits Gedanken um die Position des Quarterbacks: Mike Salerno soll in die Rolle des Spielmachers wachsen.

Auf die Dragons wartet nun mit dem Heimspiel gegen The Crew aus Polen (Samstag, 19. April) das Abenteuer Europa, für die Vikings geht es erst in zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen die Carinthian Lions wieder um AFL-Punkte. Die Pause kommt den angeschlagenen Wienern gerade recht.

Stimmen zum Spiel
Andrej Kliman (Runningback Dragons): „Wir haben gewusst, dass wir die Vikings schlagen können. Obwohl die Wikinger wussten, dass wir viel Runs spielen würden, konnten sie uns nicht stoppen. Jeder von uns hat in der Halbzeit gewusst: Heute geht einfach alles. Wir haben so gekämpft wie letztes Spiel. Dazu war die Stimmung einfach ein Wahnsinn. Der Sieg ist unbeschreiblich. Wir denken noch nicht an die Play-Offs, nehmen Spiel für Spiel – dann werden wir sehen, was dabei heraus kommt. Jetzt konzentrieren wir uns auf den EFAF-Cup, weil wir international auch erfolgreich sein wollen.
Zu seiner Verletzung: „Ich bin umgekippt, es dürfte mit einem Band etwas passiert sein. Schlimmstenfalls bin ich im EFAF-Cup nicht dabei, aber dann haben wir eine Woche Pause. Im nächsten AFL-Spiel werde ich wieder dabei sein.“

Pasha Asiladab (Wide Receiver Vikings): “Ich möchte mich bei unseren Fans entschuldigen: Ich verspreche, wir können mehr. Seit dem ersten Spiel verletzen sich für uns sehr wichtige Spieler. Clinton Graham beispielsweise ist sehr wichtig für uns, er gibt unserem Spiel sehr viel Variantenreichtum.

Ich kann den Dragons nur gratulieren, sie haben mit Herz gekämpft und sich den Sieg verdient. Wir machen uns heuer das Leben mit Kleinigkeiten selbst schwer. Einen Schritt vorwärts und zwei zurück. So war es auch in der zweiten Halbeit. Wir haben eigentlich das Spiel kontrolliert, sind in Führung gegangen, haben den Gegner gezwungen, den Ball per Punt abzugeben. Dann passieren Strafen, Missgeschicke und mit Luke Atwood verletzt sich einer der besten Spieler, die in Österreich spielen.
Wir müssen sehen, dass unsere Spieler wieder gesund werden. Dann werden wir ein anderes Gesicht zeigen. Das sind derzeit nicht die Vikings, die ganz Europa kennt – aber es wird besser werden.”

Danube Dragons: Raiffeisen Vikings 35:28 (20:14)
Korneuburg, Rattenfängerstadion, 1.200
TDs:  Janik, Lojka,  Marsan,  McDowell (2);  Asiladab, Hiess (2), Salerno

Martin Ucik

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