Vikings kämpfen in Tirol um Eurobowl

Eurobowl: Mit Raiders und Vikings treffen im Finale des wichtigsten Europacup-Bewerbes im Amateur-Football erstmals zwei heimische Clubs aufeinander.

Das Finale der European Football League (EFL) wird am Samstag (Beginn 20.00 Uhr) auf dem EURO-Rasen des Tivolistadions in Innsbruck ausgetragen. Zwar wird das Tivolistadion nicht wie bei den drei EURO-Gruppenspielen mit 30.772 Fans ausverkauft sein, Raiders-Manager Daniel Dieplinger rechnet aber mit 6.000 Fans.

Auch in Wien steigt eine Eurobowl-Party: Erstmals findet anlässlich des Finales ein groß angelegtes Public Viewing in der neuen Sportanlage der Raiffeisen Vikings im 11. Wiener Gemeindebezirkstatt.

Die Wiener “Wikinger” hatten die Eurobowl in den vergangenen vier Jahren in Serie gewonnen. “Heuer wird es aber sicher nicht so einfach”, sagte Felix Hobel, Direktor und Vikings-Trainer, am Dienstag in einer Pressekonferenz in Innsbruck. “Wir hatten eine durchwachsene Saison mit vielen Verletzungen.”

Auch der Wiener Running Back Ralph Pointner zog sich im Viertelfinale der EFL eine Nackenverletzung zu und muss auf das Finale verzichten, nach sechzehn Jahren Football beendete er seine aktive Karriere. In Innsbruck warnte er aber vor dem Spiel der Tiroler: “Ihr Trainer Geoff Buffum ist ein Fuchs. Wir müssen schauen, dass wir das gute Laufspiel der Tiroler mit ihrem Star Florian Grein unterbinden können.”

In der österreichischen Liga verloren die Wiener im Semifinale gegen die Raiders klar mit 55:24. “Diese bittere Niederlage sollte uns aber zusätzlich motivieren, und uns neue Energie für die Eurobowl geben”, sagte Pointner. “Auch wenn wir dieses Trophäe schon vier Mal gewonnen haben, wir müssen reingehen, als wäre es unser erstes Finale.”

Für die Tiroler “Freibeuter” hingegen ist der Einzug ins Finale eine Premiere, nachdem sie in den vergangen zwei Jahren jeweils im Halbfinale gescheitert waren. Dementsprechend motiviert sind die Tiroler, wie Headcoch Buffum betonte: “Wir wollen unbedingt diese Trophäe.” Die Raiders spielten bisher eine ausgezeichnete Saison mussten sich aber am vergangen Freitag im österreichischem Endspiel überraschend den Graz Giants mit 21:31 geschlagen geben.

“Unser Nachteil für die Eurobowl ist, dass wir nur eine Woche Zeit für die Vorbereitung hatten, die Wiener jedoch drei”, sagte Raiders Running Back Grein. “In dieser Zeit müssen wir schauen, dass wir die Fehler aus dem Spiel gegen die Giants ausbessern. Wir haben sicherlich eine gute und kompakte Defense. Auch der Angriff ist sehr gut, in der Eurobowl müssen wir aber wieder dorthin kommen, wo wir schon einmal waren.” Die Chancen bezeichnete Grein mit 50:50, da sei alles offen.

Die Raiders Tirol schafften nach Siegen über Coventry Jets (ENG, 49:20) und den Grazer Giants (56:49) den Einzug ins Finale der EFL. Die Wiener schlugen im Viertelfinale Bergamo Lions (ITA) 51:32 und im Halbfinale Seinäjoki Crocodils (SWE) 43:7. Im Finale geht s um einen speziellen Pokal der von Swarovski extra angefertigt wurde. Diese Kristall-Trophäe ist der Vince-Lombardi-Trophy in der amerikanischen Superbowl nachempfunden.

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