Vier von zehn Österreichern verwendeten Streaming in der Pandemie

82 Prozent der Wiener nutzen zum Streamen am liebsten YouTube.
82 Prozent der Wiener nutzen zum Streamen am liebsten YouTube. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Während dem vergangenen Pandemie-Jahr haben rund vier von zehn Österreichern Video-Streaming privat zur Unterhaltung genutzt. Nur sieben Prozent würden auf ein kostenpflichtiges Tool umsteigen.
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Nur sieben Prozent der Österreicher würden auf ein kostenpflichtiges Tool oder Service setzen, um den persönlichen Datenschutz zu gewährleisten, geht aus einer repräsentativen Integral-Umfrage im Auftrag von Streamdiver unter 1.000 Personen im Alter 18 und 65 Jahren hervor.

Vier von zehn Österreichern nutzten während der Pandemie Streaming

42 Prozent der Kinder nehmen an Videokonferenzen teil, 37 Prozent greifen auf E-Learning Plattformen zu. Erwachsene nutzen Video-Streaming im beruflichen Kontext zum Beispiel für die Teilnahme an virtuellen Meetings (37 Prozent) oder an Webinaren oder Online-Workshops (26 Prozent). Generell hat in Österreich die Teilnahme an virtuellen Meetings sowie Videokonferenzen (29 Prozent) seit Corona zugenommen. Bei den meisten Familien war das Thema Home-Schooling omnipräsent und somit die verstärkte Nutzung von E-Learning Plattformen durch ihre Kinder, berichtete Streamdiver, Anbieter für Business-Video-Streaming.

YouTube ist das meistgenutzte Tool der Österreicher beim Streaming

YouTube ist das mit Abstand meistgenutzte Tool und Service, auf dem die Österreicher Inhalte streamen. 75 Prozent nutzen es gleichermaßen privat wie beruflich. Bei Männern (78 Prozent) und in Wien (82 Prozent) ist dieser Anteil noch höher. Dahinter folgen Facebook mit 51 Prozent und Instagram mit 36 Prozent. 16- bis 29-Jährige nutzen der Umfrage zufolge verstärkt Instagram, Microsoft Teams, Zoom und TikTok. Während bei 30- bis 40-Jährigen besonders Facebook vermehrt im Einsatz ist. "Alle Top-drei-Services der bekannten Anbieter sind kostenlos. Sie finanzieren sich daher über Werbung, die auf Basis der im Hintergrund verwendeten Userdaten ausgespielt wird und den Verkauf der gesammelten Daten", betonte Arnold Blüml, Streamdiver-Gründer.

Video-Konferenzen bleiben überweigend ein berufliches Thema

Video-Konferenzen bleiben überwiegend ein berufliches Thema: Seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist die Nutzung in Österreich stark gestiegen, allerdings nur im beruflichen Umfeld. Die Präferenz für spezifische Video-Conference-Tools ist laut Umfrage in Österreich geschlechterabhängig: Männer verwenden gerne Microsoft (MS) Teams, Cisco Webex und Google Meet, Frauen kommunizieren lieber via Zoom.

47 Prozent der Österreicher verwenden Tools kostenlos

47 Prozent der österreichischen Nutzer verwenden Tools/Services, weil diese kostenlos verfügbar sind. Ein Drittel (33 Prozent) setzt auf einfache Bedienbarkeit. 26 Prozent wählen Video-Streaming Services oder Tools, denen sie in puncto Datenschutz vertrauen. 18 Prozent der Befragten geben an, dass die Markenbekanntheit ein entscheidendes Kriterium für sie ist. Bedenklich? 41 Prozent aller Eltern sehen den Schutz der Daten ihrer Kinder vor der Verwendung für unbekannte Zwecke als Muss. 39 Prozent aller Befragten vertrauen darauf, dass Firmen oder Veranstalter mit gesammelten Daten sorgsam umgehen. Welche Video-Streaming-Services zum Einsatz kommen, entscheidet in erster Linie der Arbeitgeber (45 Prozent).

(APA/Red)

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