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Vier von fünf Morden sind Beziehungstaten

Wenn man der Statistik Glauben schenken kann, ist die Verwandtschaft gefährlicher als ein Unbekannter - die Zahl der Morde bewegt sich jedoch laut Polizei auf niedrigem Niveau.

Gehen Sie durch sehr, sehr verlassene Straßen in Wien, aber begeben Sie sich bloß nicht in die Obhut der lieben Verwandten und Bekannten – so der seltsam anmutende (und nicht ganz ernst gemeinte) Tipp eines Kriminalbeamten. Die Erklärung: Vier von fünf Morden oder Mordversuchen sind mehr oder weniger Beziehungstaten. Bevor jetzt der Partner schief und misstrauisch betrachtet wird, kommt gleich die Beruhigung: Die Zahl der versuchten und vollendeten Bluttaten bewegt sich nach den Daten des Bundeskriminalamts seit Jahren auf sehr niedrigem Niveau.


Heuer gab es bisher in Österreich 153 versuchte und teils vollendete Morde. Im Vorjahr waren es 142, im Jahr 2002 168, 2001 kam man auf 150 und 2000 waren es 165. 26,3 Prozent der Morde und Mordversuche 2003 spielten sich in familiären Beziehungen mit Hausgemeinschaft ab, weitere 13,1 Prozent in solchen Verhältnissen, aber ohne gemeinsamen Haushalt. 29,1 Prozent der Morde und Mordversuche im Vorjahr ereigneten sich unter Freunden oder Bekannten, 12,5 Prozent bei Zufallsbekanntschaften.


In Wien gab es seit Jahresbeginn 18 Morde, sagte Dr. Ernst Geiger, Leiter der Wiener Kriminaldirektion 1. Gegenüber 2003 bedeutet das zwar einen Anstieg um fünf, generell gab es in den vergangenen 20 Jahren einen massiven Rückgang. Mitte der achtziger Jahre hatten die Kriminalisten im Schnitt noch 40 bis 50 Morde pro Jahr zu bearbeiten, gegen Ende der neunziger Jahre war man bei mehr als 30 Bluttaten pro Jahr, erst danach bewegten sich die Zahlen in den Zwanziger-Bereich.

Vier ungeklärte Morde


Vier Morde in der Bundeshauptstadt sind noch nicht geklärt. Dazu zählen unter anderem ein Doppelmord unter Türken in Favoriten im Mai, die Bluttat an einer Greißlerin in der Leopoldstadt, eine Frau in Ottakring, die an einem Bauchstich starb, sowie der Überfall auf einen Taxilenker, der vier Wochen nach der Tat am einem Kopfstich gestorben war.


In Wien waren heuer nur vier der Morde Beziehungstaten. Dagegen gab es fünf Bluttaten in räuberischer Absicht. Zu den spektakulärsten Taten zählte die Handgranatenexplosion bei der Höhenstraße, der Doppelmord in Landstraße an einem 75-Jährigen und seiner 22-jährigen Freundin sowie der Mord an einer französischen Diplomatenwitwe Anfang des Jahres in der Brigittenau.

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