Vier Fragen an die Wiener Trainer Kühbauer und Ilzer: "Es gibt nur den Sieg"

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer will die Salzburger nicht vergöttern.
Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer will die Salzburger nicht vergöttern. ©APA/EXPA/MICHAEL GRUBER
Kurz vor dem Saisonstart der Bundesliga wurden die Trainer von Rapid Wien und Austria Wien zu ihren Ansichten befragt. Sowohl Didi Kühbauer als auch Christian Ilzer streben dabei nach dem Europacup.

Wie lauten die Saisonziele mit Ihrer Mannschaft?

Kühbauer: "Oberstes Ziel ist es von gröberen Verletzungen verschont zu bleiben. Man kann das nicht planen, aber wenn es so bleibt, bin ich guter Dinge, dass wir oben dabei sind. Über das untere Play-off wollen wir gar nicht reden. Der Europacup ist klar das Ziel. Der Cup hat mich letztes Jahr schon getroffen, denn wir hätten Salzburg knacken können. Natürlich wollen wir im Cup wieder vorne dabei sein - da gibt es nur den Sieg."

Ilzer: "Der Anspruch der Austria ist immer, einen internationalen Startplatz zu erreichen. Und natürlich wollen wir das mit einem gewissen Stil erreichen."

Welchem Club trauen Sie es am ehesten zu, Meister Salzburg in der kommenden Saison im Titelrennen gefährlich zu werden?

Kühbauer: "Ich habe mich mit den anderen Clubs in den letzten Tagen wenig beschäftigt. Wir selbst werden näher dran sein, das kann ich versprechen. Zu sagen, dass Salzburg von Haus aus wieder Meister wird, wäre ein ganz falsches Signal für alle in dieser Liga."

Ilzer: "Keiner braucht sich um Salzburg Sorgen machen. Salzburg wird nach wie vor das Maß aller Dinge in der Liga bleiben. Aber in Ehrfurcht werden wir nicht erstarren."

Wie beurteilen Sie das Transferverhalten in der Liga?

Kühbauer: "Jeder Club muss sich nach der Decke strecken. Es ist nicht so, dass du Sponsoren en masse lukrierst. Rapid ist da in Österreich ohnehin eine positive Ausnahme. Aber ist Rapid an einem Spieler dran, wird er gleich um Welten teurer."

Ilzer: "Wir haben einen guten Stamm, hatten Abgänge und haben versucht, diese mit der gleichen Qualität zu ersetzen. Wenn wir noch etwas tun können, werden wir das machen. Es wird schon noch ein bisschen was passieren."

Inwiefern hätten Sie sich beim Bundesliga-Modus nach dem ersten Jahr Anpassungen gewünscht?

Kühbauer: "Alles was man neu macht, kann nicht gleich funktionieren. Mir persönlich war die Zehnerliga immer lieber. Weil man mit dem neuen Modus irgendwann eine Zweiklassengesellschaft haben wird. Ich wäre für eine Zwölferliga ohne Punkteteilung, wo der 11. Relegation gegen den Zweiten der zweiten Liga spielt. Das wäre genauso interessant gewesen."

Ilzner: "Mein Job ist in der Unterhaltungsbranche. Da heißt es für Action zu sorgen, das nehme ich so an. Der neue Modus hat für Spannung gesorgt, dass es für uns Trainer nicht so optimal war ist klar, aber es ist unser Job. Einzig über die Punkteteilung im unteren Play-off könnte man sich Gedanken machen. Da geht es um existenzielle Geschichten."

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