Vienna’s Start-ups: Mit SIMPLEWISH besser schenken

Das Team von Simplewish.
Das Team von Simplewish. ©Simplewish
Über Geschenke freut sich jeder! Ein Wiener Startup, dass sich tagein tagaus mit dem Schenken beschäftigt, wollen wir euch heute vorstellen.

 

Von Stefanie Schmied, 1030 Innovation Consulting

Was macht Simplewish?

Die Grundidee von Simplewish ist es, das Schenken in Gruppen einfacher zu machen. Und online geht bekanntlich vieles simpler. Auf www.simplewish.eu kann man auf leicht verständliche Art und Weise ein neues Geschenk erstellen.

startseite
startseite ©(c) Screenshot by Simplewish

Dazu fügt man zum Beispiel die lang ersehnte PlayStation in seine GeschenkBox. Da diese ja doch recht kostspielig ist, lädt man erstmal alle Freunde zu der GeschenkBox ein, die sich daran beteiligen sollen. Jeder Eingeladene kann dann soviel zum Präsent beitragen, wie er gerne möchte. Das Einzahlen funktioniert via Sofort-Überweisung, PayPal oder Kreditkarte. Die einzelnen Beiträge sind geheim, man sieht nur, wie viel auf den Preis der PlayStation noch fehlt. Hat man das Geld beisammen, kann das Geschenk direkt gekauft werden. Fehlen einem noch ein paar Euros zum Wunschgeschenk, kann ganz einfach ein Gutschein über die bereits bezahlte Summe ausgestellt werden.

Momentan zählt Simplewish Amazon und jollydays zu seinen Partnern. Alles, was von diesen Unternehmen angeboten wird, kann also in einer Simplewish GeschenkBox landen. Und am Ende hat man noch die Möglichkeit, eine personalisierte Grußkarte zu erstellen. Gruppenschenken leicht gemacht eben!

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abgeschlossene_geschenkseite ©(c) Screenshot by Simplewish

Und das Schenken wird immer einfacher! Simplewish hat kürzliche eine Usability-Studie gemeinsam mit der FH St. Pölten durchgeführt. „Diese externe Studie war für uns sehr aufschlussreich. Es wurden Punkte diskutiert, die wir selbst schon nicht mehr gesehen haben.“, erklärt Adrian Zettl, Verantwortlicher für Marketing und PR. Somit wird Simplewish kontinuierlich verbessert.

Wer steckt dahinter?

Gegründet wurde Simplewish von Valentin Aschermann (CEO) und Christoph Bitzner (CTO).

Christoph Bitzner & Valentin Aschermann (v.l.)

Valentin hat einen Studienabschluss in Betriebs- wirtschaft, wo er sich auf das Management von KMUs, Entrepreneurship & Innovation und e-Businesses spezialisierte. Christoph hat neben seinem Studium (Entrepreneurship & Innovation, Informations- management) bereits langjährige Erfahrung in der Koordination von Internet-Projekten gesammelt und kümmert sich um die Frontend-Entwicklung bei Simplewish. Unterstützt wird er bei der technische Umsetzung von Christoph Aschberger und Jakob Reiter. Dina Tasic ist für das Design verantwortlich. Um das tägliche Business kümmern sich außerdem Julia Spatzierer, Adrian Zettl und Maria Hochstöger. Am Anfang waren alle Teammitglieder noch Studenten und freuten sich, die Chance zu bekommen, ihr Projekt tatsächlich umzusetzen.

Wie kam es zu Simplewish?

Simplewish entstand aus einer relativ einfachen Situation heraus. Gründer Valentin Aschermann feierte seinen Bachelorabschluss und veranstaltete eine Party, zu der er rund 50 Leute einlud. Natürlich brachte jeder eine Kleinigkeit mit. Am Ende stand Valentin mit 23 Weinflaschen und einigen weiteren Mitbringseln da (über die er sich natürlich sehr freute). Überschlagsmäßig kalkuierte er, dass er sich um den Preis der vielen Geschenke eigentlich auch die Digitalkamera hätte leisten können, auf die er schon seit einiger Zeit ein Auge geworfen hatte. Valentin kannte die Problematik von Gruppengeschenken. Erst einmal kennen sich vielleicht nicht alle, die zu der Party eingeladen sind, dann muss es eine Person geben, die sich um das Geschenk kümmert und dann auch noch von allen anderen Beteiligten das Geld eintreibt. Mühsam! Dann doch besser eine Flasche Chardonnay, oder?

Valentin nahm sich also vor, Gruppenschenken einfacher zu machen. Dazu holte sich der Wirtschaftsabsolvent den technisch versierten Christoph ins Boot. Gemeinsam entwarfen sie ein Konzept, dass dann mit zwei Programmierern aus ihrem Bekanntenkreis umgesetzt wurde. Das Unternehmen gründeten sie im Dezember 2012, funktionstüchtig ist Simplewish seit Anfang 2013. Seitdem wird stätig entwickelt und verbessert.

Derzeit zählt Simplewish ca. 5000 User aus dem deutschsprachigen Raum. Als größte Herausforderung sieht das Unternehmen, potentiellen Usern klarzumachen, dass es nun ganz einfach ist, Gruppengeschenke online zu organisieren und ihnen auch den Mehrwert der Idee kurz und bündig zu präsentieren. Eine weitere Hürde ist es für das Startup, in den Köpfen der Leute zu bleiben. Denn wenn es soweit ist, ein Geschenk zu organisieren, wird oftmals auf diese einfache und effiziente Lösung vergessen.

Wie finanziert sich Simplewish?

Simplewish ist für seine User kostenlos. Die Einnahmen kommen als Provisionen von den Partnern. Derzeit trägt sich das Unternehmen noch nicht selbst und wird von verschiedenen Stellen gefördert. Simplewish war Teil des INiTS Inkubationsprogramms, wurde von der Wiener Wirtschaftsagentur ZIT als Innovationsprojekt gefördert, von der Österreichischen Forschungs- förderungsgesellschaft mit einer Usability Studie unterstützt und erhielt auch von der AWS eine unterstützende Förderung.

Und wie geht es weiter?

Simplewish verhandelt derzeit mit weiteren potentiellen Partnern, um das Angebot an verfügbaren Geschenken noch zu erweitern. Wenn alles glatt läuft, werden bald auch Eventtickets in und außerhalb Österreichs zu den möglichen Präsenten zählen. Außerdem laufen Gespräche mit einem großen Online Modehändler, einem Urlaubsanbieter und einer Airline. Ziel ist es, alle typischen Geschenke mit Hilfe der jeweiligen Partner abzudecken.

Simplewish arbeitet außerdem an einer B2B Lösung im Bereich Social Commerce. Dazu wurde mit Jollydays bereits ein Pilotprojekt gestartet. Bei jedem Angebot des Erlebnisanbieters gibt es nun die Option, die Kosten mit Freunden zu teilen und gemeinsam zu schenken. Somit wird der Simplewish Prozess direkt aus dem Online Shop gestartet.

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jollydays_screenshot ©(c) Screenshot www.jollydays.at

Das Interesse von Seiten der Onlinehändler ist groß, denn anstatt von einer Person, die das Geschenk dann tatsächlich bestellt, werden im Schnitt 30 weitere Personen, nämlich diejenigen, die zum gemeinsam Schenken eingeladen werden, auf den Anbieter und das gewählte Produkt aufmerksam gemacht. Dies generiert für die Händler einen Mehrwert schaffenden, viralen Effekt.

 

Geplant ist außerdem noch eine offene GeschenkBox – damit kann unabhängig von den jeweiligen Partnern ein Geschenk organisiert werden. Dieser Service soll kostenpflichtig zur Verfügung gestellt werden. Eine weiterer Use-Case, den das Unternehmen unter die Lupe nimmt, sind Hochzeitslisten. Diese könnten dann ebenfalls einfach und effizient angelegt und verwaltet werden.

 

Über Tipps und Stories rund ums Schenken bloggt Simplewish HIER
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