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"Vienna Verticals" mussten Hunza-Peak-Expedition abbrechen

Vier Wochen lang haben österreichische Extrembergsteiger den 6.270 Meter hohen Hunza Peak im nördlichen Pakistan "belagert", doch eine anhaltende Schlechtwetterfront machte die erstmalige Durchsteigung der berüchtigten Südwand des Bergriesen unweit des K2 unmöglich.

Es sollte eines der letzten großen Abenteuer im Himalaya-Karakorum-Gebirge werden. Doch nach wochenlangem Warten entschlossen sich Harry Grün, Klaus Bonazza und Jakob Karner schweren Herzens, die Expedition abzubrechen und nach Österreich zurückzukehren.
Am 20.8.2008 war die dreiköpfige Expeditionsmannschaft bestens vorbereitet und mit großen Erwartungen nach Pakistan aufgebrochen.
Die “Vienna Verticals”, so die benannte Bergsteigertruppe, wollten keinen “banalen” Achttausender besteigen, sondern die bisher unbestiegene Südwand des Hunza Peak “knacken”. Zunächst kam man gut voran. Bereits in der ersten Septemberwoche konnte erstmals der Wandfuß der über 1.000 Meter hohen Wand erreicht werden. Ehe man jedoch mit der Felskletterei beginnen konnte, musste noch in mehrfachen Aufstiegen das für die Kletterei erforderliche Material hinaufgeschleppt werden. Dies erwies sich als sehr anstrengend und zeitraubend, zumal der Zustieg über einen bis zu 55 Grad steilen Gletscher verläuft, der aufgrund der Lawinengefahr nur in den Nachtstunden begangen werden konnte. Zusätzlich erschwerte das schlechte Wetter mit wiederholten Niederschlägen ein rasches Vorankommen.
“Sobald das Team startklar für die Kletterei war, verschlechterte sich das Wetter abermals. Fast zwei Wochen wartete das Team auf einer Höhe von rund 5.400 m in einem kleinen Zelt auf bessere Verhältnisse”, berichtete “Vienna Verticals”-Sprecher Matthias Hutter der APA. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Zeit wurde das Programm abgeändert: anstatt der sehr schwierigen Südwand wollte man diese umgehen und den Gipfel über den etwas leichter erscheinenden Südwest-Grat erklettern. Eine aus Österreich übermittelte Wetterprognose gab dem Team am vergangenen Wochenende neue Hoffnung auf eine Gipfelchance. Die Verhältnisse blieben jedoch ungünstig und ließen keinen Aufstieg zu. Am Sonntag entschieden sich Bonazza, Karner und Grün schließlich für den Abbruch der Expedition und begannen mit dem mühsamen Abstieg samt Materialtransport über den steilen Gletscher.
Die Rückreise wird über Karimabad und Islamabad nach Wien erfolgen, wo die “Vienna Verticals” am 30. September erwartet werden.

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