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Vienna nach skurriler Partie Tabellenzweiter!

Rade Djokic feiert sein erstes Tor auf der Hohen Warte
Rade Djokic feiert sein erstes Tor auf der Hohen Warte ©vienna.at/sportsshooter.at
In einer bis zur letzten Minute hart umkämpften Partie setzte sich die Vienna in ihrem ersten Saisonheimspiel gegen den SV Grödig schlussendlich nur knapp, aber verdient mit 3:2 durch. Anfangs sah es noch nach einer viel klareren Angelegenheit aus...
Erste Liga: Vienna - Grödig 3:2

Im ersten Saisonheimspiel machte die Vienna gegen den SV Grödig bei hochsommerlichen Temperaturen von Beginn weg ordentlich Druck. Grödig kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus, bei den Döblingern sorgten besonders die Neuzugänge Djokic als vorderste Spitze und Hosiner für Unruhe im Strafraum der Salzburger. Djokic erzielte auch nach einem Geschenk von Grödigs Tormann Eisl das 1:0 aus halblinker Position: Seinen Schuss aus etwa 25 Metern ließ der Salzburger Schlussmann durchrutschen. Danach setzte die Vienna nach und kam immer wieder zu Chancen. In der 37. Minute dann das 2:0: Djokic setzte sich links durch und flankte herrlich zur Mitte. Diesmal hatte Eisl gegen den Kopfball von Kapitän Martinez keinerlei Chance.

Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde Hosiner aufgrund von Wadenproblemen ausgewechselt, für ihn kam Predrag Ilic. Die Vienna wirkte nun etwas unsicherer und nachlässiger, was sich schließlich auch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte rächen sollte. Allerdings brachte der Schiedsrichter, Dominik Oushan, Grödig mit einer umstrittenen Elfmeterentscheidung wieder zurück ins Spiel – Herwig Drechsel verwertete den Strafstoß sicher. 

Die zweite Halbzeit begann mit etwas gemächlicherem Tempo, die Partie wurde dennoch hart geführt. In der 57. Minute erhöhte der überragende Djokic nach wiederholtem grobem Schnitzer von Gödigs Tormann Eisl (der diesmal eine Flanke von Ilic abprallen ließ) auf 3:1. Die Partie schien gelaufen. Doch nun schaltete die Vienna einen Gang runter. Prompt gelang Grödig noch das 3:2, nach guter Einzelaktion und Traumflanke von Quedraogo auf den eingewechselten Jukic – der Aufsteiger war wieder im Spiel.

Skurrilerweise spielte Grödig für fast fünf Minuten ohne Innenverteidigung und nur zu neunt. Karner und Pfeilstöcker gingen in der 70. Minute energievoll in den selben Kopfball, ohne dass irgendein Gegenspieler in ihrer Nähe gewesen wäre. Sie zogen sich beide Cuts zu, die minutenlang außerhalb des Spielfelds verarztet werden mussten. Schließlich mussten sie auf Anrodnung vom Schiedsrichter auch noch die Dressen wechseln und spielten die Partie zur Verwirrung der knapp 2000 Zuseher mit anderen Rückennummern zu Ende.

Die Vienna kam in den letzten Minuten in einem zeitweise chaotisch geführten Spiel noch etwas ins Zittern, zwingende Chancen für Grödig ergaben sich aber auch nicht mehr. Schlussendlich gewann die Vienna aufgrund der besseren Chancen verdient mit 3:2 und ist nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel Tabellenzweiter.

Frenkie Schinkels (Trainer Vienna): “Wir haben sehr gut begonnen und verdient mit 2:0 geführt. Danach war etwas der Wurm drinnen. Wir waren die bessere Mannschaft mit den besseren Einzelspielern. Bei einem Djokic sollte man sich fragen was der eigentlich in der zweiten Liga macht. Entweder er kommt mit uns rauf, oder er geht von selber.”

Heimo Pfeifenberger (Trainer Grödig): “Es war ein sehr chaotisch geführtes Spiel. Die Szene, als unsere beiden Innenverteidiger in den selben Kopfball gingen, war bezeichnend für das ganze Spiel. Ich werde meinen Tormann Eisl wegen den zwei groben Schnitzern nicht in Schutz nehmen, aber auch nicht angreifen. Er muss sich da selbst wieder rausholen. Jeder macht Fehler, so etwas darf aber nicht mehr vorkommen.”

Gerhard Fellner (Co-Trainer Vienna): “Wir hätten die 2-Tore-Führung zweimal trocken nach Hause spielen müssen. Aber nach dem Geschenk ihres Tormanns haben wir Grödig auch ein Geschenk gemacht. Mit Hosiner (musste wegen einer Muskelverhärtung ausgetauscht werden, Anm.) und Kienzl (derzeit noch nicht fit, Anm.) haben wir sehr viel Dynamik im Spiel.”

First Vienna FC 1894 – SV Scholz Grödig 3:2 (2:1)
Hohe Warte, 1850 Zuschauer, Schiedsrichter: Dominik Ouschan

Tore: Djokic (8.), Martinez (37.), Djokic (57.); Drechsel (45., Elfmeter), Jukic (65.)

Vienna: Kuru – Frenzl, Balga, Pereira, Salvatore  – Martínez (85. Fading), Hosiner (37. Ilic), Toth, Strohmayer -Topic (79. Bjelovuk), Djokic
Grödig: Eisl – Riedl, Karner. Grassegger, Pfeilstöcker – Freudenthaler (79. Mayer) Perlak, Hamzic (60. Pamminger), Drechsel -Pirker (37. Jukic)- Ouédraogo

Gelbe Karten: keine; Karner, Mayer

Tabelle

 1. SCR Altach       2 2 0 0 9:0  9 6
 2. Vienna           2 2 0 0 7:2  5 6
 3. RZ WAC/St. Andrä 2 2 0 0 5:1  4 6
 4. FC Admira        2 1 1 0 5:2  3 4
 5. SV Grödig        2 1 0 1 5:5  0 3
 6. SKNV St. Pölten  2 0 1 1 3:6 -3 1
 7. TSV Hartberg     2 0 1 1 2:6 -4 1
 8. FC Lustenau      2 0 1 1 1:5 -4 1
 9. Austria Lustenau 2 0 0 2 2:4 -2 0
10. FC Gratkorn      2 0 0 2 1:9 -8 0

Text: Jan Braula
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