Vienna Masters: Marcus Ehning triumphiert bei Global Champions Tour

Ehning konnte sich am Samstag im Magna Racino durchsetzen.
Ehning konnte sich am Samstag im Magna Racino durchsetzen. ©EPA
Am Samstagabend triumphierte der 40-jährige Deutsche Marcus Ehning beim 13. Saisonbewerb der Global Champions Tour der Springreiter im Magna Racino. Im Stechen legte er den einzigen fehlerfreien Ritt ab.
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Im Sattel des 17-jährigen Hengstes Plot Blue setzte Ehning sich im Grand Prix des Vienna Masters (Dotation 300.000 Euro) durch und erhielt einen Scheck über 100.000 Euro. Ehning feierte seinen dritten Sieg in der GCT, die er seit deren Gründung 2006 bestreitet und 2010 bereits gewonnen hat. Die übrigen drei Teilnehmer an der Entscheidung verzeichneten je einen Abwurf. Der Team-WM-Zweite Simon Delestre (FRA) belegte Rang zwei vor Luciana Diniz (POR) und Team-Weltmeister Maikel van der Vleuten (NED).

Kein Österreicher ist qualifiziert

Der Deutsche Ludger Beerbaum verteidigte als Fünfter die Gesamtführung in der höchstdotierten Serie vor dem Finale in Doha (13.-15.11.) erfolgreich. Außer dem vierfachen Olympiasieger (242 Punkte) kommen nur noch der Schwede Rolf-Göran Bengtsson (230) und der Brite Scott Brash (210) für den mit 300.000 Euro honorierten Gesamtsieg infrage.

Keiner der Österreicher vermochte sich für den zweiten Umlauf zu qualifizieren. Dieter Köfler landete als bester heimischer Reiter mit Emir van Moleneind mit zwei Abwürfen an der 27. Stelle, Stefan Eder gab mit Opus auf. Die WM-20. Stefanie Bistan gönnte ihrem Pferd eine Pause und trat zu dem schwierigen Bewerb nicht an. Eder kam nicht optimal zur Zweierkombination, sein Pferd nahm trotz der Probleme auch den zweiten Sprung und zertrümmerte eine Stange. Eder wollte mit dem Wallach, den er erst seit gut zwei Monaten wieder reitet, nichts riskieren und beendete den Parcours vorzeitig. “Er ist noch nicht bei hundert Prozent”, sagte Österreichs Nummer eins.

Ehning: “Es war nicht meine beste Runde”

Ehning hatte den Vorteil, das Stechen als Letzter in Angriff zu nehmen. Es galt, die richtige Mischung zu finden. “Ich reite nicht so gerne hinterher, ich nehme lieber Risiko”, sagte der Gewinner zahlreicher WM- und EM-Medaillen und freute sich über sein Pferd, mit dem er 2010 Weltcupsieger geworden war. “Es ist ein Traum, ihn reiten zu dürfen. Im Stechen war der Akku schon leer, aber ich hatte Glück. Es war nicht meine beste Runde, aber wir haben gewonnen.” Dass Duo hatte alle drei Umläufe fehlerfrei absolviert.

Tour-Chef Jan Tops freut sich schon auf das Finale in Doha. “Drei können noch gewinnen, wobei Scott Brash voll punkten kann, es wird sehr spannend bis zum letzten Moment”, betonte der Niederländer. Mit dem Ablauf im Magna Racino, das diesmal den Wiener Rathausplatz als Schauplatz ersetzt, zeigte er sich zufrieden. “Pferde und Reiter haben hier beste Bedingungen.” (APA)

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