Vielleicht doch weiße Weihnachten?

Am dritten Advent-Wochenende ist auf Österreichs Bergen endlich etwas Schnee in Sicht. Wintersportler dürfen sich am Sonntag über ein bisschen Neuschnee freuen, eine dichte Schneedecke wird sich aber nicht über Österreich legen.

Davor gibt es Tauwetter am Freitag mit Höchstwerten bis 14 Grad und einen sonniger Samstag im Großteil des Landes, prognostizierten Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Ob es dieses Jahr weiße Weihnachten geben wird, können Meteorologen noch nicht vorhersagen.

Starke Temperaturunterschiede gibt es zunächst am Freitag: Trotz schwachen Wind von Süd-Ost nach Westen hält sich der Nebel in den Niederungen hartnäckig. Ober- und außerhalb der Nebelzone bringt das Hochdruckwetter sonnig-milde vier bis elf Grad. In Mittelgebirgslagen lässt die subtropische Warmluft das Thermometer sogar auf 13 bis 14 Grad steigen. Im Gebirge tröstet die gute Fernsicht alle Bergsportler über das Tauwetter hinweg.

Am Samstag scheint dank starkem Westwind auch in den Niederungen die Sonne mit Temperaturen um die vier bis elf Grad. Im Westen zieht gegen Abend Regen auf. Der Sonntag wird vor allem entlang der Alpennordseite stark bewölkt, zeitweise wird es Regen geben. Frühtemperaturen belaufen sich auf Minus zwei bis Plus vier Grad – Höchstwerte auf zwei bis zehn Grad und elf Grad im Osten.

Am Abend wird es deutlich kühler, was vor allem die Skiorte gerne hören werden: Bei den zu erwartenden Minusgraden könne man auch die Schneemaschinen wieder anwerfen, so Thomas Turecek von der ZAMG. Auch ein bisschen echten Neuschnee wird es geben: Die Schneefallgrenze sinkt auf 500 bis 800 Meter.

Ein Rückblick auf den 24. Dezember 2005 zeigt, dass weiße Weihnachten nicht selbstverständlich sind. Von den Landeshauptstädten feierten nur Bregenz, Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg klassisch-weiße Weihnachten.

Die Innsbrucker wurden mit 31 Zentimeter und Bewohner der Mozartstadt mit 25 Zentimeter Schneehöhe beglückt. In Klagenfurt lagen immerhin 17 Zentimeter Schnee, während die Bregenzer nur vier Zentimeter Schnee verzeichneten. Außerhalb des städtischen Raumes war Weihnachten 2005 aber alles andere als „schneearm“ In Bad Gastein etwa zeichnete die Klimaabteilung der ZAMG 70 Zentimeter Schneelage auf, in Mariazell waren es sogar 95 Zentimeter.

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