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Viele Wiener Jungakademiker beklagen "Prekariat"

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Der Berufseinstieg gestaltet sich für die meisten Studienabsolventen problematisch: 62 Prozent von 195 Befragten aus Wien gaben in einer Umfrage an, dass Jungakademiker von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen sind.

Gewünscht werden bessere Rahmenbedingungen durch den Staat, sagte Christoph Lipinski, Vorsitzender der “neuBASIS Wien”.

Die Nachwuchsgruppe des “Bund sozialdemokratischer Akademiker” (BSA) präsentierte am Mittwoch in Wien eine Studie über die soziale Situation von Jungakademikern. Für BSA-Chefin Justizministerin Berger sind entsprechende Regelungen entweder auf gesetzlicher oder auf kollektivvertraglicher Ebene anzustreben.

Schon während des Studiums gestaltet sich laut Studie das Sammeln von Berufserfahrung schwierig: 49 Prozent der Befragten nehmen Praktika als finanzielle Belastung wahr. So hätten immerhin knapp die Hälfte laut Lipinski Probleme, aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel das Praktikum ihrer Wahl zu ergreifen.

70 Prozent der Befragten sprachen sich im Rahmen der Umfrage für gesetzliche Regelungen für Studierendenpraktika aus, die einen Minimallohn festschreibt. 64 Prozent forderten kollektivvertragliche Regelungen. Als eine weitere Lösung würden knapp über die Hälfte den Ausbau der staatlichen Förderung, etwa über die Gründung eines staatlichen Fonds zur Unterstützung von Studierenden, begrüßen.

Die Situation der Studierenden würden nach Ansicht der befragten Jungakademiker u.a. höhere Stipendien als Studienbeihilfe und eine bessere Bezahlung von Praktika verbessern. Als positive Maßnahmen für einen besseren Berufseinstieg nannten die Befragten u.a. Förderungsmodelle für Unternehmen, die den Absolventen nach ihrer Probezeit auch eine Fixanstellung geben, und die Abschaffung von Arbeitsverträgen, in denen Überstunden nicht ausgezahlt werden, sowie die verpflichtende Einführung von Kollektivverträgen.

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