Viele friedliche Fans in Basel

Am Nachmittag gingen die Fanströme in Basel unvermindert weiter. Am Bahnhof kamen nach wie vor Züge voller Besucher mit tschechischen oder Schweizer Trikots an.

Diese machten sich sofort zu Fuß oder per Straßenbahn in Richtung Fanzonen und Stadion auf. Die Polizei zeigte sich auf Anfrage der APA zunächst zufrieden: “Es hat sehr viele Leute”, sagte ein Sprecher. “Alles ist friedlich”, fügte er hinzu.

“Der Andrang war auch schon an den Fanzonen spürbar”, sagte Sprecherin Alivia Gottheil zur APA: “Die Eingänge sind seit 14.00 Uhr offen, die Leute stehen bereits Schlange.” Mehrere Hunderte Personen seien bereits auf dem Gelände eingelangt, sagte sie.

Um 18.00 Uhr soll im Baseler St. Jakob-Park-Stadion mit dem Match Schweiz-Tschechien der Ankick für die EM über die Bühne gehen.

Fanscharen feiern und frösteln in Basel

Basel (APA) Und die EURO rollte an: Am Samstagvormittag änderte sich das Stadtbild schlagartig, erste Fanabordnungen aus der Schweiz und Tschechien zogen singend durch die Stadt und erkundeten schon einmal die Lage. Partyzone Nummer eins war zunächst der Bahnhof. Aus den Zügen ergossen sich die Hundertschaften Fans ins Rot-Weiß und Blau-Weiß-Rot in die Halle und zeigten, das Fußball vor allem Feiern bedeutet.

Die Ankömmlinge nutzten bei ihrer Ankunft gleich ausgiebig der Akustik der opulenten Halle und machten die Schlachtgesänge zur Kraftprobe: Wer konnte lauter singen? Zumindest am Vormittag stand es dahingehend 1:1. Wer nicht gleich in die gut ausgeschilderten Trams (Fanzone und Stadion waren groß angeschrieben) stieg, blieb noch am Bahnhofvorplatz in einer der vielen Gaststätten sitzen, wobei die Getränkewahl sich bei den meisten auf klassisch auf Bier beschränkte.

Dass es nieselte und mit knapp unter 20 Grad so gar nicht wohlig warm war, beeindruckte vor allem die Schweizer Schlachtenbummler nicht. Wer am Oberkörper statt Pulli und T-Shirt nur ein rotes Bodypainting mit weißem Kreuz auf der Brust trug, lebte eben mit der Kälte und setzte auf ein starkes Immunsystem. Anders verhielt es sich bei den Tschechen, die teils fröstelnd ihre Landesflagge um die Schultern geschlagen hatten.

Weiter in der Stadt hatten es die ersten Auslandsgäste bereits den Marktplatz akustisch für sich in Beschlag genommen: Eine Gruppe Tschechen trommelte vor dem Rathaus, was es hielt und bewies somit schon am Vormittag Präsenz. So mancher Basler Shopper, der offenbar nicht so recht an die Fananstürme geglaubt hatte, schien fassungslos und zog pikiert mit seinen Einkaufssackerln an dem lauten Fußballtreiben vorbei.

Zunächst noch ruhig ging es in der offiziellen UEFA-Fanzone am Rhein, der “Riviera” zu. Die meisten hielten sich noch am anderen Flussufer auf. So hatten etwa die Tschechen bereits einen höhergelegenen Gastgarten okkupiert und eine riesige Fahne über den Balkon gehängt. Auch am Stadion hatten sich erst wenige eingefunden.

Die Schweizer, die sonst ein internationales Renomee für ihre Zurückhaltung genießen, zeigten für König Fußball, was in Ihnen steckt: “Ole”- Gesänge mischten sich mit einer Abwandlung des Italo-Schlagers “Volare”: “Finaaaale – Oh-oh” ,tönte es durch die Stadt.

Wie viele Fans bereits den Weg nach Basel gefunden hatten, wollte man vonseiten der Host City nicht beziffern. Die endgültige Zahl stehe erst am Abend fest, sagte Sprecher Jakob Gubler der APA.

Der Wettergott hielt seinen Unmut am Eröffnungstag in Basel im Zaum: Zwar war es den Vormittag über grau und bewölkt, außer Nieselregen blieben Niederschläge aber aus. Auch Wind kam keiner auf, was so manchen Besucher mit feuchtem Trikot wohl in die Krise gestürzt hätte. Für den Abend wurden lokale Regengüsse, generell aber eine Auflockerung prognostiziert.

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