Verwirrung um Finanz-Übersiedlung

Das 'Ausweichquartier' in der Hinteren Zollamtsstraße 2b.
Das 'Ausweichquartier' in der Hinteren Zollamtsstraße 2b. ©BMF
Eine Rückübersiedlung des Finanzministeriums in sein "Stammquartier" in der Himmelpfortgasse in der Wiener Innenstadt wird immer unwahrscheinlicher, auch wenn die Entscheidung noch nicht gefallen ist.

Der Leiter der Burghauptmannschaft, Reinhold Sahl, geht allerdings davon aus, dass das Ministerium das Haus, der derzeit noch renoviert wird, weiter nützen wird – allenfalls durch Ansiedlung anderer Dienststellen. Dass die Sanierungskosten deutlich steigen, bestätigte Sahl am Donnerstag.

Kosten für Umzug des Finanzministerium explodieren

Waren die Kosten zu Start der Arbeiten 2007 mit 80 Millionen Euro beziffert worden, nun geht Sahl von “130 bis 135 Millionen” aus. Dass es letztendlich gar 160 Millionen Euro werden, wie die “Presse” unter Berufung auf Schätzungen schreibt, kann er aber nicht nachvollziehen. Die Fertigstellung hat sich ebenfalls etwas nach hinten verschoben, Sahl nennt nun “Herbst 2012” als Zeitpunkt.

Ob das Finanzressort wieder an den alten Standort zurückzieht, ist freilich fraglich. Derzeit evaluiert man noch die weitere Vorgangsweise, heißt es dort. Sahl erwartet aber, “die Nutzung beim Ministerium verbleibt – in welcher Form auch immer. Das ist mein Wissensstand.” Für den Fall, dass Ministerin Maria Fekter (V) doch anderweitig entscheidet, will er vorerst keine Spekulationen anstellen: “Für mich stellt sich die Frage nicht.”

Laut “Presse” befasst sich derzeit auch der Rechnungshof mit den Vorgängen rund um Sanierung und Übersiedlung des Finanzministeriums, das Ergebnis soll noch heuer vorliegen

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