Verwahrlostes Pony Wickie wird im Tierschutzhaus Vösendorf aufgepäppelt

Das verwahrloste Shetlandpony Wickie wird nun von Tierschutz Austria liebevoll aufgepäppelt
Das verwahrloste Shetlandpony Wickie wird nun von Tierschutz Austria liebevoll aufgepäppelt ©Tierschutz Austria, TSA
Eine ältere Dame aus NÖ trennte sich auf Drängen von Tierfreunden hin von ihrem Pony, das sie nicht mehr richtig versorgen konnte. Wickie war in schlechtem Zustand - soll nun jedoch im Tierschutzhaus Vösendorf wieder ein "starker Mann" werden.
Das ist Pony Wickie

Kürzlich erreichte Tierschutz Austria (TSA, der neue Auftritt des Wiener Tierschutzvereins) ein Hilferuf privater Tierfreunde aus Reichenau an der Rax (Bezirk Neunkirchen, Niederösterreich). Eine ältere Dame konnte sich dort vermutlich aus gesundheitlichen Gründen (die genauen Hintergründe sind dem Verein nicht bekannt), nicht mehr um ihr Shetlandpony namens Wickie kümmern.

Shetlandpony ohne Auslauf und artgerechte Pflege gehalten

Das Pferd stand dort allein in einer Box und dürfte schon längere Zeit keinen Auslauf und keine artgerechte Pflege mehr erhalten haben. Privaten Tierfreunden fiel dieser Umstand auf und sie konnten die Besitzerin überzeugen, sich zum Wohle des Tieres davon zu trennen. So bat man TSA um Hilfe und der Verein nahm das Tier bei sich auf.

Massive Hufprobleme: Pony Wickie konnte kaum gehen

Bei seiner Ankunft im Tierschutzhaus Vösendorf von TSA zeigte sich nach einer eingehenden tierärztlichen Untersuchung das Ausmaß der Vernachlässigung: Da seine Hufe viel zu lang waren, konnte Wickie kaum gehen. Diese dürften über mehrere Monate nicht mehr gepflegt worden sein, im Normalfall werden bei Pferden alle sechs bis acht Wochen die Hufe geschnitten.

Weiters wurde massive Hufrehe diagnostiziert, ein entzündlicher und sehr schmerzhafter Prozess im Huf, der durch falsche Haltung und vor allem durch falsche Fütterung des Tieres entsteht. Auch Zahnprobleme wurden festgestellt.

Umfassende Therapie für 19-jähriges Pony: Hufbehandlung und Futterumstellung

Wickie, der unkastrierte Schimmel, ist mit seinen 19 Jahren eigentlich im besten Ponyalter. Daher wurde umgehend mit einer umfassenden Therapie begonnen, die ihn wieder zu einem „starken Mann“ machen soll: Er wird mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern behandelt, um die Hufrehe wieder in den Griff zu bekommen. Seine Fütterung wurde auf energiearme Kost umgestellt - er dürfte davor hauptsächlich Brot bekommen haben, für Pferde das denkbar schlechteste Futter.

Gleich nach seiner Ankunft kam auch der Hufschmied, der nun in mehreren Schritten versuchen wird, die Hufe so zu korrigieren, dass Wickie wieder gut und schmerzfrei stehen und gehen kann. Durch die lange Vernachlässigung sind dafür mehrere Sitzungen nötig. Auch ein Termin beim Tier-Zahnarzt sowie weitere Untersuchungen stehen in Kürze an.

Eine Gefährtin für Wickie: Pferd Sally

Mittlerweile hat sich Wickie bei TSA schon gut eingelebt und wird regelmäßig zum Spazieren ausgeführt, um ihn Schritt für Schritt wieder ans Gehen zu gewöhnen. Auch mit Sally, dem zweiten Pferd, das aktuell im Tierschutzhaus Vösendorf wohnt, hat er schon von der Ferne Kontakt aufgenommen.

Bevor die beiden zusammendürften, muss Wickie aber erst noch kastriert werden. TSA ist zuversichtlich, dass Wickie bald wieder richtig gesund wird und ein artgerechtes Leben führen kann. Er kann nach seiner vollständigen Genesung dann auch an einen passenden Platz vermittelt werden.

(Red)


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