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Verteidiger macht Gesellschaft mit verantwortlich

Der Verteidiger des wegen Mordes an der Außenministerin Anna Lindh Angeklagten hat in seinem Schlussplädoyer die Gesellschaft mit verantwortlich für das Geschehen der Tat gemacht.

Der Verteidiger des wegen Mordes an der Außenministerin Anna Lindh angeklagten Mijailo Mijailovic, Peter Althin, hat in seinem Schlussplädoyer die Gesellschaft und insbesondere Mängel in der psychischen Betreuung in Schweden mit verantwortlich für das Zustandekommen der Tat gemacht. Althin beantragte wegen eines fehlenden Vorsatzes, dass sein Mandant auf freien Fuß gesetzt werde und verlangte wie erwartet eine psychiatrische Untersuchung Mijailovics.

Althin begann sein Plädoyer indem er von einer „enormen Tragödie“ sprach, die in dem Prozess behandelt werde. Die Mängel im psychischen Betreuungssystem in Schweden könnten die Ursache für die Tat sein. Auch Mijailovics Schicksal verdiene deswegen „einige Tränen“, so der Anwalt. Er rief auch drei andere Gewalttaten im vergangenen Jahr in Schweden in Erinnerung, die ebenfalls von Männern mit schweren psychischen Problemen begangen worden waren.

Im Übrigen berief sich Althin auf den seiner Meinung nach nicht beweisbaren Vorsatz Mijailovics. Die Aussagen von Anna Lindhs Freundin Eva Franchell deuteten klar darauf hin, dass sein Mandant zufällig auf Anna Lindh gestossen sei. Althin verwies darauf, dass Mijailovic beim Begehen der Tat unter dem Einfluss falscher Medikamente stand und unter psychotischen Zuständen litt.

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