Versicherungsprämien für Mietwohnungen in Wien gestiegen

Durch hohe Versicherungsprämien steigen die Betriebskosten für Mietwohnungen in Wien.
Durch hohe Versicherungsprämien steigen die Betriebskosten für Mietwohnungen in Wien. ©APA
Durchschnittlich zahlen die Wiener 5,20 Euro pro Quadratmeter an Versicherungen für ihre Mietwohnungen. Die Mietervereinigung fordert, dass Versicherungsprämein künftig nicht mehr von den Mietern, sondern von den Mietern getragen werden sollen. Sie machen rund 26 Prozent der Betriebskosten aus.  Am höchsten sind die Betriebskosten in den Bezirken Ottakring, Brigittenau und Floridsdorf.

Die Betriebskosten für Mieter sind in Wien im Vorjahr nahezu konstant geblieben: Zwar gab es insgesamt eine leichte Teuerung von rund zwei Prozent. Diese ist aber nur gering über der Inflationsrate von 1,9 Prozent gelegen, so die Mietervereinigung Österreichs (MVÖ), die am Montag ihren jährlichen Betriebskostenspiegel präsentiert hat. Auffallend hoch ist jedoch der Anteil der Versicherungsprämien an den Gesamtbetriebskosten: Dieser ist um 2,4 Prozent gestiegen, während sich die Kosten für Müll, Wasser und Lift kaum verändert haben.

Im Durchschnitt kostet die Versicherung 5,20 Euro pro Quadratmeter

Laut MVÖ macht der Anteil der Versicherungsprämien – etwa für Haftpflicht- und Erhaltungsrisiko – an den Gesamtkosten bereits rund 26 Prozent aus. In Wien waren dies 2011 durchschnittlich 5,2 Euro pro Quadratmeter im Jahr. In die Höhe gegangen sind auch die Reinigungskosten um rund 1,5 Prozent. Die Kosten für Müll, Wasser und Lifte sind hingegen nahezu stabil geblieben, hieß es. Insgesamt ist der Durchschnittsbetrag der Gesamtbetriebskosten ohne Lift im Vorjahr von 1,64 auf 1,67 Euro pro Quadratmeter leicht gestiegen.

Versicherungsprämien sollen nicht vom Mieter getragen werden

“Die Mieter müssen jährlich 364 Euro (bei einer 70 Quadratmeter großen Wohnung, Anm.) für Versicherungen bezahlen. Das ist überhaupt nicht einzusehen”, unterstrich Georg Niedermühlbichler, Präsident der MVÖ. Er forderte daher, die Versicherungsprämien aus dem Betriebskostenkatalog zu streichen: Diese würden nicht nur eine enorme finanzielle Belastung für die Mieter darstellen, sondern seien zudem nicht gerechtfertigt – das Risiko des Hauseigentümers würde auf die Mieter umgewälzt werden.

Der Betriebskostenspiegel 2012 basiert auf dem Datenmaterial jener Abrechnungen aus dem Vorjahr, die der MVÖ von ihren Mitgliedern zur Überprüfung vorgelegt wurden und bezieht sich auf die Betriebskosten in privaten Mietshäusern. Als Bemessungsgrundlage dienten die Abrechnungsdaten aus dem Jahr 2010. (APA)

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