Verschärfte Kontrollen für Wiens Fiaker

Künftig gibt es strengere Kontrollen
Künftig gibt es strengere Kontrollen ©APA (Techt/Archiv)
Den schwarzen Schafen unter den Wiener Fiakern wird der Kampf angesagt: Die rot-grüne Wiener Stadtregierung hat am Montag eine Gesetzesnovelle präsentiert, die grundlegende Neuerungen für die Traditions-Kutschen bringen.

So werden die Gespanne künftig mit Fahrtenbuch und Nummerntafel unterwegs sein müssen. Auch strengere Kontrollen und ein neuer Vergabemodus für die Standplätze wurden angekündigt.

Die meisten Fiaker seien brav und vorbildlich, versicherten Tierschutzstadträtin Sima und Verkehrsstadträtin Vassilakou. Die Zahl der Beanstandungen sinke. Einige Kutscher bzw. Unternehmer würden sich jedoch nicht im erforderlichen Ausmaß um das Wohl ihrer Pferde kümmern. Darum werde nun “nachjustiert”.

Anzeigen: Kontrollen werden nun verstärkt

Im Vorjahr gab es 28 Anzeigen, unter anderem wegen Überschreitung der Betriebszeiten oder unsachgemäßer Anwendung des Zaumzeugs bzw. wegen Problemen mit den Beschlägen. Kontrollen fanden bisher schon statt, sie werden aber nun verstärkt.

Unangekündigte Besuche des Veterinäramts wird es künftig sowohl in den Ställen als auch an den Standplätzen geben. Auch die jährlich durchgeführte Konzessionsüberprüfung wird schärfer. Anders als bisher müssen künftig alle Pferde, das gesamte Kutscheninventar und sämtliches Geschirr vorgeführt werden.

Außerdem wird verstärkt darauf geachtet, dass die Pferde regelmäßig gefüttert werden und ihnen danach eine mindestens einstündige Ruhepause gewährt wird. Um dies zu dokumentieren, muss in Zukunft ein Fahrtenbuch geführt werden. Strenger wird auch die Fiakerprüfung selbst, die Kutscher müssen in tierschutzrelevanten Aspekten noch sattelfester werden, wurde betont.

Rote und grüne “Platzkarten”

Künftig wird es auch eine fixe Fahrzeug-Identifikationsnummer geben, vergleichbar mit der Fahrgestellnummer beim Auto. Sie muss gemeinsam mit den bisher schon üblichen Kennzeichen fix an der Kutsche angebracht werden.

Neu gestaltet wird auch das Standplatzmanagement. Es wird zwei Arten von Platzkarten geben: Grüne und Rote. Erstere berechtigen zum Auffahren auf Standplätzen in der City an geraden Kalendertagen, rote an ungeraden. Damit werde sichergestellt, dass die Gespanne nicht täglich im Einsatz sind, hieß es.

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