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Verschleppte Touristen in Kolumbien gesehen

Indianer vom Volk der Arhuacos haben in Kolumbien die acht verschleppten Touristen zusammen mit ihren Geiselnehmern gesehen.

Die Gruppe sei in Richtung Süden gezogen, teilte der kolumbianische Heereschef Carlos Ospina am Dienstag nach einem Besuch des Indianerdorfs in der Sierra Nevada de Santa Marta mit. Die größte kolumbianische Rebellengruppe FARC hat indes in Abrede gestellt, dass sich die acht Touristen in ihrer Gewalt befinden.

Die Indianer sahen die Geiseln nach Angaben Ospinas am Samstagnachmittag, einen Tag nach ihrer Entführung in der Ciudad Perdida, der „Verlorenen Stadt“ der präkolumbianischen Tayrona-Kultur. Sie berichteten, dass die Guerilleros ihnen ihr Vieh und andere Habe geraubt hätten. Kolumbianische Truppen haben die entführten Rucksack-Touristen bisher nicht gefunden. Ospina flog am Dienstag in einem Hubschrauber über die zerklüfteten Berge und Flusstäler der Region. „Dies kann noch lange dauern“, sagte der General. Bei den Entführten handelt es sich um vier Israelis, zwei Briten, eine Deutsche und einen Spanier.

Die Geiselnehmer werden in den Reihen der linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) vermutet. Dies wurde von den FARC aber in einer am Dienstag auf ihrer Internet-Seite veröffentlichten Erklärung geleugnet. „Es stimmt nicht, dass unsere Guerilleros die Verantwortung für die Entführung der acht ausländischen Touristen in der Sierra Nevada de Santa Maria am vergangenen Wochenende tragen“, heißt es in der vom FARC-Sekretariat (Generalkommando) gezeichneten Erklärung, in der Militärgeheimdiensten die Schuld am Verschwinden der Touristen gegeben wurde. Ospina räumte die Möglichkeit einer Entführung durch Mitglieder der kleineren Guerillabewegung Nationales Befreiungsheer (ELN) nicht ausgeschlossen werden könne.

Trotz der von Guerillagruppen ausgehenden Gefahren bereiteten andere Rucksack-Touristen einen Ausflug in die Ciudad Perdida vor. „Deswegen bin ich hierher gekommen“, sagte der 24-jährige Londoner Michael Hall. „Man sagt, dass es einer der schönsten Orte in der Welt sei.“ Er nehme an, dass die Guerilleros wegen der massiven Truppenpräsenz seit der Geiselnahme auf weitere Aktionen verzichten würden. Der Gouverneur des Staates Magdalena, Jose Domingo, teilte jedoch mit, dass er die Ciudad Perdida wegen der Gefahr durch bewaffnete Gruppen möglicherweise zum Sperrgebiet für Touristen erklären werde.

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