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Verletztenlisten wachsen

Nicht nur Deutschland muss mit Mehmet Scholl und Jens Nowotny Ausfälle wichtiger Spieler bei der Fußball-WM kompensieren. Nach einer Marathon-Saison werden vor Beginn der Endrunde auch die Verletztenlisten anderer Teams immer länger.

Vom Pech verfolgt ist vor allem die Auswahl Englands, die im schlimmsten Fall auf vier wichtige Spieler verzichten muss. Obwohl Kapitän David Beckham einen Mittelfußbruch wahrscheinlich rechtzeitig zum Eröffnungsspiel am 2. Juni gegen Schweden auskurieren kann, bangt Nationalcoach Sven-Göran Eriksson immer noch um dessen vollständige Genesung. Außerdem musste der Schwede zwei Wochen nach dem Ausfall von Gary Neville (Mittelfußbruch) eine weitere Hiobsbotschaft hinnehmen. Steven Gerrard von Rekordmeister FC Liverpool kann wegen einer wieder aufgebrochenen Leistenverletzung nicht antreten. Fraglich ist auch der Einsatz von Newcastle-Jungstar Kieron Dyer (Knieverletzung).

Nur einen Verlust beklagt Titelverteidiger Frankreich – doch der wiegt schwer. Robert Pires, Mitglied jener Mannschaft, die den WM und EM-Titel gewonnen hatte, fällt wegen eines Kreuzbandrisses aus. Roberto Baggio hätte seine vierte WM für Italien bestritten, Nationaltrainer Giovanni Trapattoni nominierte den Routinier jedoch trotz auskurierten Bänderrisses nicht. “Es fahren nur Leute, die hundertprozentig fit sind”, war sein knapper Kommentar.

Portugal zittert unterdessen um seinen großen Star Luis Figo. Im Champions-League-Finale gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch stand der 29-jährige Mittelfeldspieler von Real Madrid zwar 61 Minuten lang auf dem Feld, aber der linke Fuß bereitete ihm wieder einmal Schmerzen.

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