Verletzte bei Polizeieinsatz in slowakischer Roma-Siedlung

Bei einem brutalen Polizeieinsatz in einer slowakischen Roma-Siedlung sind mindestens 15 Menschen verletzt worden. Das Vorgehen der Polizisten soll nun von Generalstaatsanwaltschaft und Innenministerium untersucht werden, kündigte Peter Pollak, der Roma-Bevollmächtigte der Regierung, am Samstag an.


Zuvor hatte der Bürgermeister des Dorfes Vrbnica im ostslowakischen Bezirk Michalovce schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben: Die Beamten hätten im Zuge einer Fahndungsaktion am Donnerstag wahllos auf Bewohner eingeprügelt, worauf 15 von ihnen ins Krankenhaus mussten.

Die Polizisten hätten die Roma-Siedlung gestürmt, Haustüren eingetreten und alle geschlagen, die sich ihnen in den Weg stellten, berichtete der Bürgermeister den Medien. Als er von Dorfbewohnern alarmiert worden sei und von den Polizisten Aufklärung über das Vorgehen verlangt habe, sei er selbst rassistisch beschimpft worden.

Ein Polizeisprecher bestritt alle Vorwürfe. Die slowakische Polizei wurde in den vergangenen Jahren wiederholt wegen brutalen Vorgehens gegen Roma-Angehörige kritisiert.

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