Verhaftung im Milieu: BIA schnappte "Rocky"

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Das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) des Innenministeriums hat im Rahmen seiner Ermittlungen wegen angeblich zu enger Kontakte von Wiener Kriminalbeamten zur Rotlicht-Szene eine so genannte Gürtel-Größe verhaftet.

Der Mann mit Spitznamen „Rocky“ wurde am Dienstag aufgrund eines Haftbefehls festgenommen. Das sagte Ministeriumssprecher Rudolf Gollia der APA und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung “Österreich“ (Samstag-Ausgabe).

Bei „Rocky“ handelt es sich um jenen Mann, auf dessen Hochzeit ein Ermittler der Kriminaldirektion 1 zu Gast war, was schließlich zur Suspendierung des Beamten führte. „Rockys“ Verhaftung sei am Dienstag auf Initiative der Justiz erfolgt, sagte Gollia, „dem Haftbefehl lagen der Verdacht der gefährlichen Drohung sowie waffenrechtliche Delikte zugrunde“.

Dass ausgerechnet das für behördeninterne Erhebungen zuständige BIA die Verhaftung vornahm, begründete der Sprecher des Ministeriums damit, dass sich „im Zuge der Ermittlungen herausgestellt hat, dass Handlungsbedarf besteht“. Mit anderen Maßnahmen gegen Beamte sei dies nicht verbunden.

Bei der ganzen Causa Kripo/Rotlicht geht es im wesentlichen darum, dass einschlägige Etablissements von Polizeikontrollen verschont geblieben sein sollen. Eine Rolle dabei spielten die so genannten Sperrlisten, deren Existenz im Prozess gegen Kripo-Hofrat Ernst Geiger öffentlich wurde. In Zusammenhang damit stand die im Februar erfolgte Suspendierung von KD1-Leiter Roland Frühwirth, die im März wieder aufgehoben wurde. Im Hintergrund zahlreicher Anschuldigungen sollen polizeiinterne Intrigen stehen.

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