Verfolgt vom "schlechtesten Song"!

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern spielt es im Radio auch die gleichen Weihnachtslieder. Für eines der bekanntesten davon zeichnet Popstar Bob Geldof verantwortlich - sehr zu seinem Leidwesen.

Je näher Weihnachten rückt, desto mehr Weihnachtssongs werden von den Radiostationen gespielt. Vor einem der populärsten dieser Lieder – “Do They Know It’s Christmas?” von Band Aid – gibt’s irgendwann garantiert kein Entkommen mehr. Womit Bob Geldof – der Komponist des nach “We Are The World” berühmtesten Charity-Songs – ein Problem hat. Letzteren hat er übrigens auch geschrieben!

Geldofs ungeliebter Welterfolg

“Ich bin verantwortlich für zwei der schlechtesten Songs der Musikgeschichte”, gibt sich der 59-Jährige deshalb zerknirscht. “Irgendwann in den nächsten Tagen werde ich im Supermarkt zur Fleischtheke gehen, und sie werden ‘Do They Know It’s Christmas?’ spielen. Jedes Jahr dieselbe Scheiße!”

Doch nicht nur im Supermarkt wird Sir Bob – Geldof war 1986 für sein karitatives Engagement von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden – von seiner Schöpfung verfolgt: Auch die von Tür zu Tür ziehenden Sternsinger haben das 1984 veröffentlichte Lied – neben Weihnachts-Klassikern wie “Silent Night” und “White Christmas” – längst in ihr Repertoire aufgenommen.

“Manchmal denke ich mir, dass es unglaublich ist, weil ich das Lied ja geschrieben habe. Oder ich will nur, dass sie aufhören, es zu singen, da es dermaßen schlecht interpretiert wird”, verriet der Star der britischen Tageszeitung “The Daily Mail”. Geldof hatte den Song zusammen mit seinem Kollegen Midge Ure geschrieben, um mit der Charity-Single Geld für die Opfer einer Hungersnot in Äthiopien zu sammeln.

Unter dem Namen “Band Aid” wurde “Do They Know It’s Christmas?” dann mit einigen der größten britischen und irischen Popstars der 80er – u.a. Sting, Bono, George Michael und Phil Collins – aufgenommen. Zwei weitere Versionen wurden – mit anderen Stars – 1989 und 2004 eingespielt. Der Erlös des Projekts soll sich mittlerweile auf über 100 Millionen Euro belaufen.

(seitenblicke.at/foto:dapd)

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