"Verfassungsgerichtshof auf Tour" in Wien eröffnet

Eine Ausstellung über den Verfassungsgerichtshof tourt durch Österreich.
Eine Ausstellung über den Verfassungsgerichtshof tourt durch Österreich. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) und VfGH-Präsident Christoph Grabenwarter haben am Freitag die Ausstellung "Verfassungsgerichtshof auf Tour" in der Maria-Theresien-Kaserne eröffnet.

Die Wanderausstellung widmet sich dem 100. Geburtstag der Bundesverfassung. In der Kaserne wird sie bis zum 27. August zu sehen sein. Ziel ist es, dass vor allem Grundwehrdiener über die Aufgaben des Verfassungsgerichtshofes und über die Verfassung selbst informiert werden.

Tanner freut sich über Ausstelungs-Eröffnung

"Die österreichische Verfassung gilt als Fundament unserer Gesellschaft. Deswegen freut es mich umso mehr, eine solch gelungene Ausstellung in der Maria-Theresien-Kaserne eröffnen zu dürfen. Eine großartige Möglichkeit, wesentliche Säulen der Rechtsstaatlichkeit zu veranschaulichen", sagte Tanner. Es sei immer wieder erstaunlich, mit welchem Weitblick die Verfassung vor 100 Jahren geschrieben worden sei. "Sie passt heute noch immer", so die Ministerin beim Festakt in der Maria-Theresien-Kasern, der musikalisch von der Gardemusik begleitet wurde.

Auch Grabenwarter betonte, dass die Verfassung nach 100 Jahren noch immer nicht veraltet sei, sondern auch für künftige Herausforderungen fit sei. "100 Jahre Verfassung heißt 100 Jahre Demokratie und 100 Jahre Rechtsstaatlichkeit", sagte Grabenwarter. Die Demokratie lebe vom Einsatz der Institutionen und das Bundesheer sowie der Verfassungsgerichtshof seien zwei dieser Institutionen, die miteinander verknüpft sind. Mit der Ausstellung solle die Verfassung erlebbar gemacht werden, vor allem für junge Menschen.

"Verfassungsgerichtshof auf Tour" wandert durch Österreich

Seit Mai wandert die Ausstellung zum Thema "100 Jahre Verfassungsgerichtshof" schon quer durch Österreich. In der Steiermark, in Oberösterreich, Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten konnte sich die Bevölkerung bereits selbst ein Bild davon machen. In den restlichen drei Bundesländern wird es im Herbst für die Öffentlichkeit möglich sein, die Wanderausstellung zu besuchen. Es sollen aber vor allem Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, darunter auch Präsenzdiener, von der Ausstellung profitieren.

Die Schau ist in einem Container untergebracht und erklärt mit Grafiken und Texten die Funktionsweisen des österreichischen Staates und wie der Verfassungsgerichtshof arbeitet. Es gibt auch ein Quiz, mit dem die Besucher ihr Wissen über die Verfassung testen können. Ausstellungsgegenstände gibt es so gut wie keine, das auffälligste ist ein violettes Richter-Barett.

Den Verfassungsgerichtshof gibt es seit dem Jahr 1920 und damit so lange, wie die Verfassung selbst. Die Verfassung sichert die Grundrechte und Freiheiten der österreichischen Bevölkerung. Sie garantiert, dass alle Bürgerinnen und Bürger sich frei entfalten können und vor allem durch das Gesetz gleich behandelt werden.

(APA/Red)

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