Vereinigte Bühnen investieren in "Rebecca" am Broadway

Die Großproduktion "Rebecca" soll jetzt nach Deutschland und Ungarn auch den Broadway erobern
Die Großproduktion "Rebecca" soll jetzt nach Deutschland und Ungarn auch den Broadway erobern ©VBW
Eine heimische Lizenzproduktion soll im Mekka des Musicals, am New Yorker Broadway, reüssieren. Dafür nehmen die Vereinigten Bühnen eine Stange Geld in die Hand.

Im Gegensatz zu “Tanz der Vampire”, das 2003 am Broadway floppte, sei man bei “Rebecca” auch künstlerisch “komplett eingebunden” in Entscheidungen bei Regie, Casting und Ausstattung. Gemeinsam mit den Autoren des Musicals sowie weiteren Geldgebern bildete man ein “europäisches Investorenkonsortium”, das seine Beiträge “ab der ersten Woche zurückbezahlt” bekommt. Ohne europäisches Geld wäre es jedoch nicht möglich gewesen, die Produktion an den Broadway zu bringen, da der amerikanische Markt für Kulturinvestitionen im Moment ausgetrocknet ist. Eine gewisse Sicherheit soll geben, dass Übersetzung und Kostüme den Vereingten Bühnen gehören werden. 

“Rebecca” am Broadway gingen viele Diskussionen voran

Es ist das erste Mal, dass sich die VBW zu einem solchen Schritt entschieden haben, “das wurde im Aufsichtsrat sehr eingehend diskutiert”, so Drozda. Ein gewisses Risiko sei natürlich dabei, “aber ich bekenne mich dazu”. Für die internationale Vermarktung – “Rebecca” ist im Auslandsgeschäft der VBW der viertstärkste Titel – bringe ein Start am Broadway “eine andere Qualität und vor allem an asiatischen Märkten ein ganz anderes Verkaufsargument”. Im internationalen Bereich machen die VBW derzeit etwa 750.000 Euro Gewinn.

Ob sich ein solches Investitionsmodell künftig wiederholen könnte, hängt nicht nur vom Erfolg von “Rebecca” ab – “das ist immer von Fall zu Fall zu beurteilen”, so Drozda. “Wir haben hier ein erstklassiges Produkt, an das wir glauben.” Klar ist für ihn jedenfalls, dass es “auch in einem Unternehmen in öffentlichem Eigentum” möglich sein muss, “betriebswirtschaftlich abgewogene Risiken einzugehen. Die Alternative wäre, nichts zu machen.”

Die Vorbereitungen für die Premiere von “Rebecca” am Broadway im Herbst laufen inzwischen auf Hochtouren.

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