Verdächtiger nach Betrug festgenommen

Am 03. Juni 2008 rief am Vormittag eine unbekannte weibliche Person bei einer betagten Dame an, vermittelte ihr den Eindruck, sie sei ihre Nichte und bat um eine kurzfristige Geldaushilfe...

In weiterer Folge rief die Unbekannte nochmals an und teilte mit, dass ihre Freundin das Geld holen würde. Am selben Tag wechselte ein hoher Betrag seine Besitzerin.

Am 03.Juni 2008 erhielt die Pensionistin gegen 18.00 Uhr wieder einen Anruf von der vermeintlichen Nichte und ersuchte diese um eine neuerliche Geldaushilfe, welche sie am 04.06.2008 in der Zeit zwischen 08.00 und 09.00 abholen würde. Nach einer telefonischen Rücksprache mit ihrer tatsächlichen Nichte erkannte die Geschädigte die Betrugshandlung und verständigte die Polizei.

Beamte der Kriminaldirektion 1 nahmen daraufhin umfassende Ermittlungen auf. Als sich die angebliche Nichte am nächsten Tag meldete, gab sie an, einen Mann namens „Thomsen“ zum Geldabholen zu schicken. Dieser war gegen 10.50 Uhr bei der Frau, stellte sich als der Mann vor, der das Geld abholen sollte und wurde von der Frau in die Wohnung gebeten. Im Wohnzimmer hätten alle Formalitäten erledigt werden sollen. Der Mann wurde von den in einem Nebenzimmer aufhältig gewesenen Kriminalbeamten bereits erwartet und als sich die Ermittler zu erkennen gaben, versetzte er der Frau einen Stoß und flüchtete aus der Wohnung. Die Flucht zog sich über mehrere Straßenzüge, wobei der Verdächtige auch seine Verfolger attackierte. Genützt hat der Versuch allerdings nichts, der 21-jährige Mann wurde eingeholt und in weiterer Folge festgenommen. Bei den Abwehrhandlungen des K. wurde ein Kriminalbeamter verletzt.

Die Erhebungen nach den beiden Frauen (Anruferin und Abholerin am 03.06.2008) werden fortgesetzt. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Personen für weitere derartige Straftaten in Frage kommen könnten, wird ein Lichtbild des festgenommenen Verdächtigen veröffentlicht. Die Bundespolizeidirektion Wien warnt vor den beiden noch flüchtigen verdächtigen Frauen, da davon ausgegangen werden muss, dass sie ihre Handlungen fortsetzen könnten.

Hinweise werden erbeten an die Kriminaldirektion 1, Referat 3 – Gruppe HÖSSINGER, Unter der Tel.Nr. : 31310- DW 33350 oder den Journaldienst DW 33800.

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