Verbotszonen für Alkohol?

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Wiens Bürgermeister Michael Häupl hält die Einführung von begrenzten Alkoholverbotszonen im öffentlichen Raum für möglich, um Alkoholmissbrauch von Jugendlichen zu stoppen. Stenzel will mehr.

Derzeit sei keine akute Maßnahme in Vorbereitung, aber: „Ich möchte mir das in petto halten“, sagte er am Dienstag bei seiner wöchentlichen Pressekonferenz.

Alkoholverbotszonen seien ein Instrumentarium, das dann zum Einsatz komme, wenn sich Verkäufer nicht an bestehende Jugendschutzgesetze hielten. Häupl nannte explizit Tankstellen als Beispiel. In diesen Bereichen schließe er für die Zukunft Maßnahmen nicht aus, wobei es hierbei nicht um flächendeckende Areale wie die gesamte Innenstadt gehen könne.

Diese Forderung hatte deren Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (V) Anfang Mai erhoben. Mit Ausnahme der Konsumation in Lokalen, Gastgärten, bei Würstelständen und bei Events solle es im öffentlichen Raum der City ein Alkoholverbot geben, so der Wunsch der City-Chefin.

Ebenso wandte sich Häupl gegen die Vorschläge von Wissenschaftern, bei Großveranstaltungen wie dem Donauinselfest den Alkoholausschank zu verbieten: „Das ist natürlich kindisch.“ Man könne nicht alle österreichischen Volksfeste absagen oder ein Feuerwehrfest ohne Bier ausrichten. Es gelte, den Jugendlichen im Bezug auf besoffenes Herumtorkeln zu vermitteln: „Es ist nicht ’in’, es ist nicht schick.“ Ein Glas Bier zum Gulasch sei da etwas anderes.

Ursula Stenzel bleibt bei Bezirkslösung

„Ich finde richtig, dass er das sagt. Das ist besser als nichts“ – Die Bezirksvorsteherin der Wiener Innenstadt, Ursula Stenzel, hat sich über die Aussagen des Wiener Bürgermeisters durchaus erfreut gezeigt. Immer mehr Personen würden das Problem erkennen. An ihrer Forderung für ein Alkoholverbot in der gesamten City halte sie jedoch fest, betonte Stenzel.

„Die Innenstadt ist nicht groß. Es wäre einfacher, wenn es eine Regelung für die gesamte Stadt gäbe“, meinte Stenzel im Gespräch mit der APA. Denn es sei auch die ganze Stadt betroffen: „Bei uns torkeln die Kids vom Stephansplatz zum Bermudadreieck.“


„Die dramatischen Fälle häufen sich“, warnte Stenzel.

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