Verblendung - Millenium-Trilogie

Der Grundstein des Übels scheint in der Familie Vanger zu liegen: Denn was geschah mit Harriet Vanger, die bei einem Familientreffen spurlos verschwand und deren Schicksal jahrzehntelang ungeklärt blieb? Worauf der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander bei ihren Recherchen stoßen, kann jetzt unter dem Titel "Verblendung" in Österreichs Kinos verfolgt werden. Trailer: Wann und wo in den Kinos?
An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger (Sven-Bertil Taube) per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 noch dieses Geschenk gemacht, bevor sie spurlos verschwand. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt der alte Vanger herauszufinden, was dem Mädchen tatsächlich zustieß.

Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist (gespielt von Michael Nyqvist aus “Wie im Himmel”), der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von Lisbeth Salander (Noomi Rapace), einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer die Beiden in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Und erspart wird dem Zuseher fast nichts, auch nicht die grausamen Qualen von Salander, die mit ihrem auffälligen Äußeren – a la Gothic-Techno-Punk mit Plateaustiefeln, exzessiven Piercings und Weltuntergangs-Make-up – die Tatsache kaschiert, dass in ihrem Inneren ein ebenso brillanter wie gequälter Geist wirkt.

Buchautor Larsson galt als einer der weltweit führenden Experten für anti-demokratische, rechtsextreme und neonazistische Bewegungen. In “Verblendung” sind die Opfer Frauen, die jüdische Namen tragen. Und die Familie Vanger ist geprägt von nationalsozialistischen Ideen und eigenartigen katholischen Vorstellungen. Noch kurz vor seinem Tod konnte Larsson die drei Krimis um den Journalisten und die skurrile Meister-Hackerin fertigstellen. Geplant war ursprünglich eine zehnteilige Serie, doch der Autor starb 2004 mit nur 50 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes.

Die drei Romane der “Millennium-Trilogie” wurden mit weltweit bisher 15 Millionen verkauften Exemplaren zu einem internationalen Erfolg, allein in Schweden wanderten 3,5 Millionen Bücher über den Ladentisch. Ob die Filme – alle drei Teile des europäischen Blockbusters sind bereits abgedreht – ein ähnlicher Erfolg werden, wird sich herausstellen. Wie die Vorlage bietet die filmische Umsetzung in der Regie von Niels Arden Oplev aber auf jeden Fall über 152 Minuten Spannung pur abseits des üblichen Hollywood-Geplänkels. Die nächsten Teile, “Verdammnis” und “Vergebung”, sollen 2010 ins Kino kommen.

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