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Veranstalter des Marathons in Wien zieht Bilanz: "Wunderbare Sieger"

Getu Feleke und Anna Hahner haben den Vienna City Marathon gewonnen.
Getu Feleke und Anna Hahner haben den Vienna City Marathon gewonnen. ©AP
Mit dem Äthiopier Getu Feleke und der Deutschen Anna Hahner habe der Vienna City Marathon in seiner 31. Auflage zwei "wunderbare Sieger", so der Veranstalter Wolfgang Konrad nach dem Lauf. Besonders freut er sich über den neuen Streckenrekord.
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“Im Vergleich mit der internationalen Entwicklung können wir stolz sein, dass wir den Anschluss halten konnten. Wir sind sehr zufrieden und glücklich”, sagte Konrad nach dem Wien-Marathon am Sonntag. Auch die erste Gesamt-Bilanz der 31. Auflage der Traditionsveranstaltung fiel zufriedenstellend aus. “Organisatorisch hat alles reibungslos funktioniert”, berichtete Konrad. Mit 42.078 Aktiven aus 127 Ländern für alle Bewerbe wurde Nennrekord aufgestellt.

Anna Hahner gewinnt den VCM

Spektakulär endete das Frauen-Rennen, in dem Anna Hahner 400 Meter vor dem Ziel – ermuntert durch zahlreiche Zurufe – ansetzte, die lange führende und als einzige Konkurrentin noch vor ihr liegende Kenianerin Caroline Chepkwony zu überholen. 300 Meter vor der Ziellinie gelang ihr das auch. Geholfen hat vielleicht auch der Glücksbringer, den ihr die acht Jahre jüngere Schwester Charlotte geschenkt hatte: Silberne Ohrringe in Form von Vögeln. “Sie schrieb mir dazu: Lauf frei wie ein Vogel. Und das habe ich gemacht”, erzählte die 24-Jährige.

Caroline Chepkwony in Behandlung

Aufgrund ihrer Erschöpfung konnte Chepkwony nicht an der Siegerehrung teilnehmen. Der medizinische Leiter des Marathons, Christian Gäbler, berichtete von einem “massiven Erschöpfungszustand” der Kenianerin, deren Zustand sich durch eine “akute Behandlung” aber “rasch stabilisiert” habe. “Es besteht keine Gefahr für die körperliche Gesundheit der Läuferin. Sie wurde noch mit Infusionen zur Stabilisierung des Elektrolythaushaltes behandelt und ist inzwischen bereits selbstständig zur Doping-Kontrolle gegangen”, wurde Gäbler in einer Aussendung der Veranstalter zitiert.

So geht es bei den Hahner-Zwillingen weiter

Hahner sorgte für den vierten Sieg einer Deutschen in Wien, den ersten seit 1989. “Sie ist eine erfrischende Erscheinung, die Herzlichkeit, die sie gezeigt hat, hat alle begeistert”, meinte Konrad. “Wien ist eine wunderschöne Stadt, ich habe mir im Vorfeld die Strecke auf Google Maps angeschaut, es war aber noch viel, viel besser, weil die Zuschauer so begeistert waren und uns so laut angefeuert haben”, sagte die Athletin.

Wie ihr Zwilling Lisa ist sie für die Europameisterschaften in Zürich qualifiziert, in Wien hat Anna die vom deutschen Verband geforderte Leistungsbestätigung erbracht. Ihre Schwester Lisa will das in zwei Wochen beim Hannover-Marathon nachholen. Ein Start beider Twins bei den Kontinentaltitelkämpfen in der Schweiz würde den Vorteil bringen, während des Rennens, in dem keine Tempomacher erlaubt sind, zusammenarbeiten zu können.

Streckenrekord beim Wien-Marathon 2014

Gemessen wird ein Städtemarathon freilich aber mit der Männer-Siegerzeit, und die gab großen Anlass zur Freude. “Es ist immer schön, einen Streckenrekord zu brechen. Wenn ich ab Kilometer 30 nicht alleine laufen hätte müssen, wäre eine Zeit unter 2:05 möglich gewesen”, sagte Feleke, der den nächsten Start in Berlin plant und “vom Weltrekord träumt”. Dazu muss er seine Magenprobleme in den Griff bekommen, die ihn oft plagen und vom Brot-Genuss kommen. (APA)

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