VdF fordert Sensibilität bei Kopfblessuren

Fountas zog sich gegen die Wiener Austria eine Kopfverletzung zu.
Fountas zog sich gegen die Wiener Austria eine Kopfverletzung zu. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Anlässlich des Falles von Rapids Taxiarchis Fountas fordert die Fußballer-Gewerkschaft mehr Sensibilität bei Kopfverletzungen.

Die Fußballer-Gewerkschaft VdF hat mehr Sensibilität bei Kopfverletzungen gefordert. Anlässlich eines Falles im Derby zwischen der Austria und Rapid am Sonntag hielt sie am Dienstag fest, dass die Entscheidung, ob ein Spieler nach einem Zusammenstoß weiterspielen kann, ausschließlich von einem fachkundigen Arzt getroffen werden sollte. Als Vorbild führte die VdF die NFL an. In der US-Football-Liga muss jeder Profi beim kleinsten Verdacht einer Kopfblessur untersucht werden.

Club-Arzt wollte Fountas vom Feld nehmen

Rapids Taxiarchis Fountas lag am Sonntag nach einem Zusammenstoß am Rasen, der Grieche schien kurzzeitig nicht ganz bei Bewusstsein zu sein. Während Club-Arzt Thomas Balzer dann deutete, ihn vom Feld zu nehmen, schüttelte Fountas den Kopf. Nach Rücksprache mit Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer und Untersuchung von Balzer kehrte der Stürmer dann mit "Zustimmung" des Mediziners aufs Feld zurück, hielten die Hütteldorfer in einer Aussendung nach dem Match fest.

"Der Spieler wird kaum jemals sagen, dass es nicht mehr geht, außer vielleicht in ganz schweren Fällen", meinte Ex-Profi Oliver Prudlo als stellvertretender Vorsitzender der VdF. Demnach sollte nur ein Arzt diese Entscheidung treffen. Die VdF wollte aber betont wissen, dass ihre Forderung kein Vorwurf gegenüber Fountas oder Kühbauer sei.

(APA/red)

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