Vater wollte Sohn im Koffer nach Spanien schleusen

Ein afrikanischer Vater hat in seiner Verzweiflung versucht, seinen achtjährigen Sohn in einem Koffer von Marokko nach Spanien zu schleusen. Spanische Beamte entdeckten den aus der Elfenbeinküste stammenden Buben an der Grenze der Nordafrika-Exklave Ceuta. Eine 19-jährige Marokkanerin hätte den Kleinen von dort in einem Rollkoffer in die zu Spanien gehörende Stadt schmuggeln sollen.


Die Marokkanerin, die vermutlich vom Vater des Buben bezahlt wurde, fiel den Grenzbeamten auf, weil sie überaus nervös wirkte. Die Polizisten vermuteten zunächst Rauschgift in dem Koffer, entdeckten dann aber das Kind. Der Bub wurde in ein Kinderheim nach Ceuta gebracht, die Marokkanerin festgenommen. Wenige Stunden später machten die spanischen Beamten auch den Vater dingsfest, als dieser ebenfalls die Grenze überschreiten wollte.

Der Ivorer besitzt nach Angaben der Polizei eine Aufenthaltsgenehmigung in Spanien und lebt auf Gran Canaria. Die Beamten vermuteten, dass er in sein Heimatland gereist war, um den Sohn zu sich nach Spanien zu holen. Da er der Marokkanerin möglicherweise Geld gezahlt hatte, droht ihm nun ein Verfahren wegen des Vorwurfs des Menschenschmuggels.

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