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Vater in Wien mit Brechstange attackiert: 22-Jähriger eingewiesen

Der 22-Jährige wurde in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.
Der 22-Jährige wurde in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. ©APA
Am Freitag wurde ein psychisch Kranker, der am 12. März 2020 seinen Vater mit einer Brechstange attackiert hatte, am Wiener Landesgericht in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig.

22-Jähriger wollte keinen PSychiater konsultieren

Nach einer Ausbildung zum IT-Techniker tat sich der 22-Jährige schwer, beruflich Fuß zu fassen. Seine Krankheit dürfte dabei eine wesentliche Rolle gespielt haben. Er fühlte sich im Traum bedroht, scheute daher den Schlaf, hörte innere Stimmen und glaubte sich im Badezimmer und auf der Toilette beobachtet. Seinen Eltern, bei denen er wohnte, fiel auf, dass sich der Sohn zusehends psychisch auffälliger verhielt. Er weigerte sich jedoch, einen Psychiater zu konsultieren und zog sich verstärkt in sein Zimmer zurück.

Sohn attackierte Vater mit Brechstange

Weil sie befürchteten, der Sohn könnte dort verbotene Substanzen konsumieren, legten die Eltern darauf Wert, dass die Tür offen stets blieb. Der 22-Jährige sperrte sich daraufhin drei Tage lang ein und reagierte nicht mehr auf die besorgten Eltern. Schließlich schlug der Vater mit der Faust ein Loch in die Tür und versuchte, in den Raum zu gelangen. Da stand plötzlich sein Sohn mit einer Brechstange vor ihm und schlug ihm diese wuchtig auf den Kopf. Der Angegriffene erlitt eine Rissquetschwunde auf der linken Stirnseite, ihrem Grad nach blieb es aber zum Glück bei einer vergleichsweise leichten Verletzung.

Er habe versucht, in seinem Zimmer Bewerbungen zu schreiben, sei aber "mit schizophrenischen Gedanken gequält" worden, berichtete der 22-Jährige nun einem Schöffensenat. Sein Vater sei unvermutet auf ihn losgegangen: "Er war sehr tödlich auf mich." Er habe sich nur gewehrt.

Gerichtspsychiater Peter Hofmann bescheinigte dem jungen Mann eine ausgeprägte paranoide Schizophrenie. Um diese in den Griff zu bekommen und keine Gefahrenquelle für seine Mitmenschen mehr zu sein, wurde vom Gericht dessen Unterbringung im Maßnahmenvollzug verfügt.

(APA/Red)

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