Vassilakou "weiterhin offen für Kritik"

"Ich war bis heute Morgen insgesamt 14 Jahre lang in der Opposition": Maria Vassilkaou.
"Ich war bis heute Morgen insgesamt 14 Jahre lang in der Opposition": Maria Vassilkaou. ©APA
Für Maria Vassilakoue sei es etwas ganz Besonderes, dass "so jemand wie ich" in eines der höchsten Ämter der Stadt kommen könne. Derweil erteilte ÖVP-Klubchefin in ihrer ersten Rede im Stadtparlament Rot-Grün eine Absage.

Die grüne Frontfrau Maria Vassilakou will auch in ihrer Rolle als Regierungsmitglied weiterhin “offen für Kritik, Kontroverse und Dialog” sein. Das sagte sie bei ihrer ersten Rede als Wiener Vizebürgermeisterin und Stadträtin bei der konstituierenden Sitzung im Gemeinderat am Donnerstag. “Das werde ich gerne und mit Leidenschaft suchen, denn gerade da entstehen viele Ideen und Anregungen”, versprach sie.

“Ich war bis heute Morgen insgesamt 14 Jahre lang in der Opposition”, sinnierte die grüne Frontfrau am Rednerpult. Es sei etwas ganz Besonderes, dass “so jemand wie ich” in eines der höchsten Ämter der Stadt kommen könne, freute sich Vassilakou in Anspielung auf ihre griechische Herkunft. Am Ende ihrer Antrittsrede schenkte die Neo-Verkehrsstadträtin SP-Bürgermeister Michael Häupl ein rotes, faltbares Fahrrad, das Mandatar Christoph Chorherr (G) in den Sitzungssaal schob.

“Roter Stillstand in grüner Verpackung”

Ihre Premiere im Stadtparlament absolvierte heute die ÖVP-Klubchefin Christine Marek. Sie übte Kritik an der Stadtregierung. Den Bürgern werde Rot-Grün als innovatives Projekt verkauft. In Wahrheit handle es sich jedoch um “roten Stillstand in grüner Verpackung”. Der Regierungspakt enthalte überwiegend Zustandbeschreibungen und Verweise auf Arbeitsgruppen. Die ÖVP setzte – wie auch die FPÖ – auf Unmutsbekundungen via Taferl. “Wahlen sind rum, Grün fällt um!”, war darauf zu lesen.

Zuvor wurden bereits die Stadträte gewählt, wobei sich die Sache als etwas kompliziert herausstellte. Bei der Abstimmung über die Kandidaten der Grünen und der ÖVP wurden jeweils statt 100 101 Stimmzettel in der Wahlurne vorgefunden. Die Stimmabgaben mussten wiederholt werden. Kurze Aufregung herrschte auch nach dem zweiten Anlauf, als der Gemeinderatsvorsitzende Godwin Schuster (S) Vassilakou mit 58 “Ja”-, 42 “Nein”- und vier ungültigen in Summe 104 Stimmen zusprach. Dabei handelte es sich allerdings um einen Versprecher. Nach Bemerken des Fehlers korrigierte er die ungültig abgegebenen Stimmen auf null.

Wenig Zustimmung für Freiheitliche

Bei der Stadträte-Wahl schnitten die SP-Vertreter Michael Ludwig und Sandra Frauenberger mit 73 beziehungsweise 66 Stimmen am besten ab. Die geringste Zustimmung erhielten die drei freiheitlichen nicht amtsführenden Stadträte Eduard Schock mit 38 Stimmen sowie David Lasar und Veronika Matiasek mit jeweils 40 Stimmen.

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