Vassilakou: City-Maut auch für ganz Wien denkbar

Wien braucht eine City-Maut: Dieser Forderung wollen die Wiener Grünen in den kommenden Monaten Nachdruck verleihen. Kostenpflichtig wäre in so einem Fall schon die Einfahrt an der Stadtgrenze.

“Ich persönlich glaube, dass es nichts bringt, erst am Gürtel eine Maut einzuheben. Ich neige zu einem Modell, dass eher am Stadtrand angesiedelt ist”, so Rathaus-Klubchefin Maria Vassilakou. Treffen würde die Maßnahme in erster Linie Pendler, aber auch Wiener, die ins Umland zum Einkaufen fahren. Eine City-Maut könne – indem sie dies verteuert – auch den Kaufkraftabfluss aus Wien reduzieren.

Die Maßnahme sei nur dann fair, wenn sie durch genügend Park-and-Ride-Anlagen und attraktive Umstiegsmöglichkeiten auf Öffis flankiert werde. “Nur dann können Pendler motiviert werden, auf Öffis umzusteigen. Dafür muss die Stadt endlich Geld in die Hand nehmen”, so Vassilakou.

Die Grünen seien derzeit dabei, gemeinsam mit Experten unterschiedliche Maut-Modelle zu erörtern, berichtete sie. Auch andere Maßnahmen gegen den täglichen Stau könnten zu einer Grünen Forderung werden – etwa die räumliche Ausdehnung des “Parkpickerl” bis zur Vorortelinie.

Vassilakou sprach sich weiters dafür aus, die Wiener Taxiflotte auf Hybridantrieb oder vergleichbare umweltschonende Antriebe umzustellen. Das Argument, dass die Anschaffungskosten für ein derartiges Fahrzeug hoch seien, lasse sie nicht gelten. Schon jetzt seien meist teure Autos als Taxis im Einsatz, gab Vassilakou zu bedenken. Außerdem solle der Umstieg, der verpflichtend, aber mit längerer Übergangsfrist erfolgen soll, finanziell gefördert werden.

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