USA: Zehntausende strömen zu Reagans Sarg

Zehntausende Menschen haben Abschied vom früheren US-Präsidenten Ronald Reagan genommen. Bis zu 5.000 Trauernde zogen pro Stunde schweigend an Reagans Sarg vorbei.

Alte Menschen genauso wie Familien mit Kindern standen stundenlang Schlange, um den mit der Nationalflagge bedeckten Sarg zu sehen. Auch Politiker erwiesen dem Ex-Präsidenten inmitten der Menschenmassen ihre Referenz: US-Präsident George W. Bush und seine Frau Laura verneigten sich vor dem Sarg und legten ihre Hände auf die Fahne.

Zu den prominenten Besuchern im Kapitol zählten auch der irakische Übergangspräsident Ghazi al Yawar, der ehemalige sowjetische Staatschef Miachail Gorbatschow und ein mit traditionellem Kopfschmuck gekleideter Sioux-Führer. Bis Freitagmorgen ist der Sarg für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Polizei rechnete mit insgesamt 150.000 Besuchern. Anfang der Woche waren im kalifornischen Simi Valley bereits mehr als 100.000 Menschen am Sarg vorbeigezogen.

Am Freitag nehmen Staats- und Regierungschefs aus aller Welt mit einem Staatsbegräbnis in der Nationalkathedrale Abschied von Reagan. Unter den ranghohen Gästen der Trauerfeier sind neben allen noch lebenden früheren US-Präsidenten der ehemalige französische Staatschef Valery Giscard d’Estaing, Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi, der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der britische Premier Tony Blair und Kronprinz Charles. Für Österreich wird Außenministerin Benita Ferrero-Waldner teilnehmen. Am Nachmittag soll Reagans Leichnam nach Kalifornien geflogen werden. Bei Sonnenuntergang soll er im engsten Familien- und Freundeskreis auf einem Hügel auf dem Gelände der Reagan-Präsidentenbibliothek in Simi Valley beigesetzt werden.

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