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USA und Russland führen weitere Gespräche über atomare Abrüstung

Die Gespräche finden in Wien statt.
Die Gespräche finden in Wien statt. ©pixabay.com (Sujet)
Am Montag setzen Russland und die USA ihre Gespräche über atomare Abrüstung fort. Der Dialog findet in Wien statt.

Die USA und Russland setzen am Montag ihren Dialog über atomare Abrüstung fort. Dazu treffen einander in Wien zum zweiten Mal der US-Sonderbeauftragte für Abrüstungsfragen, Marshall Billingslea, und der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow.

Außenminister Pompeo sprach von Fortschritten

US-Außenminister Mike Pompeo sprach zuletzt von Fortschritten. Die USA wollen allerdings, dass sich China an den Gesprächen beteiligt. China weigert sich bisher, über sein vergleichsweise kleines, aber wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln.

Die Gespräche finden ein halbes Jahr vor Ablauf des New-Start-Abkommens statt, des letzten verbleibenden Vertrages über die Kontrolle von Atomwaffen der beiden Länder. Sie besitzen zusammen rund 90 Prozent der weltweiten Atomwaffen. Wird der New-Start-Vertrag nicht verlängert oder kein neues Abkommen geschlossen, gäbe es erstmals seit Jahrzehnten kein Abkommen mehr, das dem Lagerbestand an strategischen Atomwaffen Grenzen setzt.

Dritte Runde US-russischer Abrüstungsgespräche in Wien gestartet

Hochrangige Delegationen aus Russland und den USA haben am Montag in Wien ihre Gespräche über atomare Abrüstung fortgesetzt. Sowohl Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow als auch der US-Sonderbeauftragte Marshall Billingslea betonten vor dieser dritten Gesprächsrunde ihre Dialogbereitschaft. Die Verhandlungen im Palais Niederösterreich sollen bis Dienstagabend dauern.

Vor Beginn der Gespräche, die sich mit dem 2021 auslaufenden New Start-Abkommen zur Begrenzung strategischer Atomwaffen beschäftigen, waren die Delegationen zunächst vom Generalsekretär des österreichischen Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, begrüßt worden. Wie bereits bei ihrer ersten Gesprächsrunde Ende Juni verhandeln Billingslea und Rjabkow im Palais Niederösterreich in der Wiener Herrengasse. In einer zweiten Runde hatten sich Experten aus beiden Ländern Ende Juli im Hotel InterContinental getroffen.

Während Russland sich an einer Verlängerung tendenziell interessiert gezeigt hatte, hatten die USA zunächst darauf beharrt, dass ein etwaiges Nachfolgeabkommen von New Start auch von der Atommacht China unterzeichnet werden soll. Nun scheint diese Forderung einstweilen vom Tisch zu sein: Anders im Juni fanden sich am Montag auf veröffentlichten Fotografien aus dem Palais Niederösterreich keine chinesischen Flaggen, mit denen die US-Delegation damals aktionistisch Chinas Fehlen moniert hatte.

Trump strebt Treffen mit Putin an

US-Präsident Donald Trump strebt laut einem Bericht des US-Fernsehsenders NBC vom Sonntag zudem noch vor den US-amerikanischen Präsidentenwahlen im November ein Gipfeltreffen mit seinem russischen Gegenüber Wladimir Putin an, wo im Idealfall eine Verlängerung des New Start-Abkommens verkündet werden sollte.

Positiv über den Lauf der bisherigen Gespräche hatte sich am Sonntag auch der russische Chefverhandler Rjabkow gezeigt. Gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti war vom "neuen Qualitätsniveau des Dialogs" die Rede. "Dennoch bleiben Differenzen in wichtigen Fragen, unterschiedliche Meinungen und Inkonsistenzen", erklärte Rjabkow.

(APA/Red)

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