USA: Tornado forderte zahlreiche Tote

Bei einem Tornado im US-Staat Missouri sind am Sonntag mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.
Joplin nach dem Tornado
Joplin: Spital komplett zerstört
Fataler Tornado fegt über Joplin hinweg

Tornado in den USA: “Haben von etwa 100 Toten gehört”

Der Wirbelsturm habe schwere Schäden in der Stadt Joplin angerichtet, sagte der örtliche Gerichtsmediziner Mark Bridges. Die Zahl der Toten könnte noch deutlich steigen. “Wir haben von etwa 100 Toten gehört, aber noch ist die Lage sehr unübersichtlich.” Auch aus dem US-Staat Minnesota wurden Tornados gemeldet. In Minneapolis kam dabei mindestens ein Mensch ums Leben, wie die Behörden mitteilten. Mindestens 30 wurden verletzt. Im vergangenen Monat waren bei einer Serie verheerender Tornados im Süden der USA etwa 330 Menschen ums Leben gekommen.

USA: Tornado vernichtet Kleinstadt Joplin

Laut der Zeitung “Kansas City Star” ist ein sieben Stockwerke hohes Krankenhaus in der 50.000-Einwohner-Stadt Joplin von dem Tornado schwer getroffen worden. Fotos zeigten ein völlig ramponiertes Gebäude, über das Augenzeugen dem Fernsehsender CNN sagten, es sehe einsturzgefährdet aus. Möglicherweise habe es in dem St. John’s Regional Medical Center auch gebrannt, da Rauch aus dem Gebäude aufgestiegen sei. Die Klinik sei evakuiert und die Patienten in umliegende Notunterkünfte gebracht worden. Nach Medienberichten hat der Sturm medizinische Geräte aus dem Krankenhaus bis zu 100 Kilometer weit weggeschleudert.

Auch an anderen Gebäuden in der Umgebung seien die Fenster herausgeflogen und Dächer teilweise abgedeckt worden. Die Lokalzeitung “The Joplin Globe” schrieb von “großen strukturellen Schäden”. Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes sagte CNN in einem Telefoninterview, noch nie ein solches Ausmaß an Zerstörung gesehen zu haben. “Ich würde sagen, 75 Prozent der Stadt ist praktisch verschwunden. Wir werden sehr viel Hilfe brauchen”, sagte Kathy Dennis.

Joplin liegt rund 215 Kilometer südlich der Stadt Kansas City im Südwesten Missouris. In Teilen der Region sei das Strom- und Telefonnetz ausgefallen. Viele Hauptstraßen seien unpassierbar. An einer Universität sei ein Notfall-Zentrum eingerichtet worden. Wegen der katastrophalen Schäden wurden Hilfskräfte aus dem gesamten Umland mobilisiert, auch die Nationalgarde wurde nach Joplin gerufen.

Tornado von Regen und Hagel verhüllt

Der Tornado hat nach Angaben der Nationalen Wetterbehörde gegen 17.45 Uhr Ortszeit zugeschlagen. Er war nach Auskunft von Meteorologen von Regen und Hagel verhüllt gewesen, so dass eine frühzeitige Warnung nicht möglich war. Der Sturm war Teil eines riesigen Unwettersystems, dass sich am Sonntag über zahlreiche Staaten erstreckt hatte. (APA)

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