USA starten größte Offensive in Afghanistan

Nach Angaben der US-Streitkräfte in Bagram nördlich von Kabul vom Dienstag sind bei der „Operation Lawine” rund 2000 amerikanische Soldaten eingesetzt. Die Offensive gegen Kämpfer der Taliban und des Terrornetzwerks Al Kaida habe am Montag in Unruheprovinzen im Süden und Südosten des Landes begonnen und dauere an.

Unbekannte Angreifer erschossen in der Ostrovinz Ghazni am Montagabend einen pakistanischen Straßenbau-Ingenieur. Die US-Streitkräfte teilten am Dienstag in Bagram mit, zwei weitere Pakistanis und drei Afghanen seien verletzt worden. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Am Samstag waren in Ghazni bei einem Angriff der US-Luftwaffe neun Kinder getötet worden. Bei der Operation war auch ein Mann ums Leben gekommen. Ob er der Taliban-Kommandant war, dem der Angriff eigentlich gegolten hatte, ist entgegen ersten Angaben der US-Streitkräfte unklar.

Die ursprünglich für Mittwoch geplant gewesene Sitzung der Großen Ratsversammlung (Loya Jirga) ist verschoben worden. Die Delegierten bräuchten mehr Zeit, um in die Hauptstadt Kabul zu gelangen, erklärte Regierungssprecher Faruk Wardak am Dienstag. Das Treffen solle nunmehr am kommenden Samstag vom früheren König Mohammed Zahir Schah und von Präsident Hamid Karzai eröffnet werden. Einige der 500 Mitglieder der Versammlung sind nach Angaben von Wardak schon in Kabul eingetroffen und haben Vorgespräche über die neue Verfassung aufgenommen. Die Delegierten wurden auf örtlichen Versammlungen in den 32 Provinzen bestimmt.

Ein 50-seitiger Entwurf, über den beraten und entschieden werden soll, wurde am 3. November vorgelegt. Demnach soll Afghanistan eine demokratische islamische Republik werden mit einem starken Präsidenten und einem Zwei-Kammer-Parlament. Ferner sollen in der Verfassung die Rechte der Frauen gestärkt werden.

APA/dpa/AP) – In Anbetracht zunehmender Rebellenangriffe haben die US-Truppen ihre größte Offensive in Afghanistan seit dem Sturz des Taliban-Regimes vor zwei Jahren gestartet. Nach Angaben der US-Streitkräfte in Bagram nördlich von Kabul vom Dienstag sind bei der „Operation Lawine” rund 2000 amerikanische Soldaten eingesetzt. Die Offensive gegen Kämpfer der Taliban und des Terrornetzwerks Al Kaida habe am Montag in Unruheprovinzen im Süden und Südosten des Landes begonnen und dauere an.

Unbekannte Angreifer erschossen in der Ostrovinz Ghazni am Montagabend einen pakistanischen Straßenbau-Ingenieur. Die US-Streitkräfte teilten am Dienstag in Bagram mit, zwei weitere Pakistanis und drei Afghanen seien verletzt worden. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Am Samstag waren in Ghazni bei einem Angriff der US-Luftwaffe neun Kinder getötet worden. Bei der Operation war auch ein Mann ums Leben gekommen. Ob er der Taliban-Kommandant war, dem der Angriff eigentlich gegolten hatte, ist entgegen ersten Angaben der US-Streitkräfte unklar.

Die ursprünglich für Mittwoch geplant gewesene Sitzung der Großen Ratsversammlung (Loya Jirga) ist verschoben worden. Die Delegierten bräuchten mehr Zeit, um in die Hauptstadt Kabul zu gelangen, erklärte Regierungssprecher Faruk Wardak am Dienstag. Das Treffen solle nunmehr am kommenden Samstag vom früheren König Mohammed Zahir Schah und von Präsident Hamid Karzai eröffnet werden. Einige der 500 Mitglieder der Versammlung sind nach Angaben von Wardak schon in Kabul eingetroffen und haben Vorgespräche über die neue Verfassung aufgenommen. Die Delegierten wurden auf örtlichen Versammlungen in den 32 Provinzen bestimmt.

Ein 50-seitiger Entwurf, über den beraten und entschieden werden soll, wurde am 3. November vorgelegt. Demnach soll Afghanistan eine demokratische islamische Republik werden mit einem starken Präsidenten und einem Zwei-Kammer-Parlament. Ferner sollen in der Verfassung die Rechte der Frauen gestärkt werden.

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