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USA sind offen für Dialog mit Iran

 „Die Dinge sind im Fluss und deshalb sollten wir die Möglichkeit eines Dialogs zu einem angemessenen Zeitpunkt in der Zukunft offen halten", sagte Powell der „Washington Post".

Der Iran, den die USA verdächtigen, nach Atomwaffen zu streben, hatte diesen Monat nach Vermittlung Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens unangekündigten Inspektionen seiner Atomanlagen zugestimmt. Obwohl beide Länder seit mehr als zwei Jahrzehnten keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, haben sich die USA an der internationalen Hilfe nach dem verheerenden Erdbeben im Iran in der vergangenen Woche beteiligt.

„Alle diese Dinge zusammengenommen zeigen, so scheint es mir, eine neue Haltung im Iran im Umgang mit diesen Themen”, sagte Powell der Zeitung. Die iranische Regierung sei sich bewusst, dass die Welt zusehe und zum Handeln bereit sei. Die USA aber seien wegen terroristischer Aktivitäten weiterhin besorgt, sagte Powell.

Die „Washington Post” berichtete unter Berufung auf Regierungsvertreter weiter, die US-Regierung überprüfe zum dritten Mal in der Amtszeit von Präsident George W. Bush ihre Iran-Politik. Ein ranghoher iranischer Vertreter sagte der Zeitung, wenn die US-Regierung die Situation realistischer beurteile, dann sei der Iran zu Gegenleistungen bereit.

Die USA vertreten gegenüber dem Iran eine härtere Linie als viele ihrer Verbündeten. Im vergangenen Monat hatten sie sich nicht mit der Forderung durchsetzen können, dass sich der UNO-Sicherheitsrat mit den iranischen Atomprogrammen befasst. Bush hat den Iran zusammen mit Nordkorea und dem Vorkriegsirak zu einer „Achse des Bösen” gerechnet.

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