USA sieht weiter Differenzen mit Iran

Zwischen den USA und dem Iran bestehen nach Darstellung des US-Außenamts weiter ernste Differenzen. Experten raten den USA zu "aktivem Dialog".

Es gebe einige „ernste“ Probleme, die gelöst werden müssten, um die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu verbessern, sagte Außenamtssprecher Richard Boucher am Montag (Ortszeit) in Washington. Die US-Regierung habe „große Sorgen“ wegen der iranischen Unterstützung für den Terrorismus, das Bemühen um Massenvernichtungswaffen und der „erschreckenden“ Menschenrechtslage im Iran gehabt. „Ich muss sagen, wenn man die letzten zwei Jahre oder mehr betrachtet, sind unsere Sorgen nicht geringer geworden“, fügte Boucher hinzu.

Washington habe grundsätzlich nichts gegen direkte Gespräche mit Teheran einzuwenden, sagte der Außenamtssprecher. Die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern waren 1980 abgebrochen worden.

Nach Ansicht einer Washingtoner Denkfabrik sollten die USA ihre Iran-Politik revidieren. Anstatt auf einen hypothetischen Zusammenbruch der islamischen Führung in Teheran zu warten, sollte sich die US-Regierung eher zu einer Politik des „aktiven Dialogs“ umorientieren, hieß es in einem am Montag in Washington veröffentlichten Bericht des Rats für Auswärtige Beziehungen (CFR). Angesichts der derzeitigen Bedenken sei es ratsam, dass die USA sich mit der aktuellen Teheraner Führung auseinandersetzten. Die Islamische Republik Iran scheine auf festem Boden zu stehen, das Land sei nicht „am Rande eines revolutionären Umsturzes“.

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