AA

USA: Rücktritt Rumsfelds gefordert

Vor der Anhörung des US-Verteidigungsministers Rumsfeld vor dem Streitkräfteausschuss des US-Senats haben zahlreiche Oppositionspolitiker den Rücktritt des Ministers gefordert.

Der demokratische Abgeordnete Charles Rangel aus New York ging noch einen Schritt weiter und rief zum Impeachment (Anklage) gegen Rumsfeld auf, sollte dieser nicht sein Amt zurücklegen. Rumsfeld wird die Vertuschung der Misshandlungsvorwürfe gegen US-Soldaten in einem irakischen Gefängnis vorgeworfen.

Den unverzüglichen Rücktritt von Rumsfeld forderten unter anderem die demokratischen Senatoren Nancy Pelosi, Tom Harkin und John F. Kerry, der den Präsidenten im November herausfordern will. Senator Ted Kennedy machte Rumsfelds politische Zukunft von seiner Aussage vor dem Streitkräfteausschuss abhängig.

Zur Verteidigung des Verteidigungsministers schwang sich der republikanische Senator John Warner, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses, auf. Bisher habe er das Vertrauen in Rumsfeld nicht verloren, sagte Warner. Der republikanische Fraktionsführer im Repräsentantenhaus, Tom DeLay, warf den Kritikern Rumsfelds vor, sie richteten mit ihren Rücktrittsforderungen ähnlichen Schaden an wie mit der Erklärung, der Irak-Krieg sei nicht zu gewinnen.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • USA: Rücktritt Rumsfelds gefordert
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.