USA prüfen "militärische Optionen" in Libyen

Die USA prüfen wegen des Vormarschs des "Islamischen Staats" auch ein militärisches Eingreifen in Libyen. Die Ausbreitung des IS-Miliz dort sei "besorgniserregend", erklärte Pentagon-Sprecher Peter Cook am Mittwoch. Es würden "militärische Optionen und eine Reihe anderer Maßnahmen" geprüft. Die USA wollten vorbereitet sein, falls der IS seine Präsenz in Libyen weiter verstärke.


Die USA dringen aber vor allem auf eine politische Lösung des Libyen-Konflikts, da sie kein Interesse daran haben, ihren Einsatz gegen den IS auszuweiten. US-Kampfjets bombardieren seit Herbst 2014 bereits Stellungen der Jihadisten im Irak und in Syrien.

In Libyen herrscht seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos. Das Land wird von dutzenden bewaffneten Milizen beherrscht, die neben den beiden rivalisierenden Regierungen und Parlamenten um die Macht ringen. Die IS-Jihadisten konnten sich dadurch mit mindestens 3.000 Kämpfern im Land festsetzen.

Die internationalen Bemühungen um eine Beilegung der Krise hatten am Montag einen schweren Rückschlag erlitten, als das international anerkannte Parlament in Tobruk die von der UNO unterstützte Regierung der nationalen Einheit ablehnte.

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